In den vergangenen Tagen sind wieder mehrere Beiträge in den Medien erschienen, in denen vor der privaten Krankenversicherung gewarnt wurde. Besonders denjenigen, die über einen privaten Schutz verfügen, wurde Angst gemacht. Es wurde insbesondere vor einem Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen gewarnt, der in den nächsten Jahren zu einem erheblichen Anstieg der Beiträge führen soll. Da überrascht es nicht, dass etliche Privatpatienten verunsichert sich und so mach potentieller Wechselkandidat das Interesse an der PKV verloren hat.

Allerdings sollte sich niemand einschüchtern lassen, denn eine Sache darf nicht vergessen werden: Deutschland befindet sich im Sommerloch, viele Redakteure wissen schlichtweg nicht so genau, worüber sie schreiben sollen. Als Folge wird gezielt nach Problemen gesucht, die man im Anschluss aufbauscht.

Tatsächlich ist es um die private Krankenversicherung wesentlich besser bestellt, als etlichen Zeitungsartikeln zu entnehmen ist. Natürlich werden die Kosten im Gesundheitswesen steigen – allerdings sind sie das schon immer. Zumal es sich hierbei keinesfalls nur um ein Problem der privaten Krankenversicherer handelt. Die Krankenkassen haben mit diesen Kosten genauso zu kämpfen, weshalb der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung auf lange Sicht ebenfalls steigen wird. Teilweise wird dieser Anstieg auch mit Leistungskürzungen abgefedert, diese haben Privatpatienten wiederum nicht zu befürchten.

Wer in die private Krankenversicherung eintreten möchte, hat überhaupt nichts zu befürchten. Es sollte lediglich bedacht werden, dass ein niedriger Beitrag nicht alles ist. Viel wichtiger als ein augenblicklich niedriger Beitrag ist ein möglichst stabiler Beitrag. Dementsprechend sollten Billigtarife besser umschifft werden, denn gerade dort drohen rasche Beitragserhöhungen. Außerdem gibt es PKV-Tarife, die einen Kostenschutz für das Alter beinhalten. Es wird Versicherungsnehmern die Möglichkeit eingeräumt, jetzt schon ein wenig mehr zu bezahlen, um dem Kostenanstieg für das Alter umso besser abzufedern.


 

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