In der privaten Krankenversicherung könnte sich ein neuer Trend entwickeln. Es geht um die Kooperation von PKV Anbietern und den Herstellern von Arzneimitteln. Eine der ersten Kooperationen dieser Art haben die HUK-Coburg und der Arzneihersteller AstraZeneca geschlossen.

Für den Versicherten sieht die Kooperation wie folgt aus: Medikamente, die von AstraZeneca stammen, werden vom Versicherer weiterhin vollständig erstattet. Der Versicherungsnehmer wird auf diesem Wege dazu animiert, sich beim Apothekengang bewusst für AstraZeneca Medikamente zu entscheiden bzw. diese bei ihrem Apotheker explizit nachzufragen. Schließlich kommt dann keine finanzielle Belastung auf ihn zu. Wenn Versicherungsnehmer auf Medikamente anderer Hersteller zurückgreifen möchten, können sie dies problemlos tun. Allerdings werden die Kosten dann nicht oder nur teilweise vom Versicherer übernommen.

Es ist anzumerken, dass diese Regelung nicht automatisch für alle PKV-Mitglieder der HUK-Coburg gilt. Stattdessen bezieht sich diese Regelung auf einen bestimmten Tarif, nämlich auf den Select-Tarif. Versicherungsmitglieder, die mehr über diese Möglichkeit erfahren möchten, sollten sich direkt an ihren Versicherer wenden.

Die Ziele, die von HUK-Coburg und AstraZeneca mit dieser Strategie verfolgen, sind offensichtlich. Der Krankenversicherer zielt darauf ab, bessere Konditionen bei den Medikamenten auszuhandeln und somit die Medikamentenkosten zu senken – eine Maßnahme, die unter anderem auch stabile Beiträge garantieren soll. Der Hersteller von Arznei zielt darauf ab, seinen Absatz zu sichern bzw. ggf. seinen Marktanteil zu steigern. Im Endeffekt profitieren alle Beteiligten von solch einer Kooperation – auch die Versicherungsnehmer.

Aufgrund der finanziellen Vorteile, dies sich für alle drei Parteien ergeben, ist davon auszugehen, dass weitere Versicherer und Pharmakonzerne dieses Modell testen werden.


 

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