Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung werden eindringlich von Verbraucherschützern gewarnt, schon jetzt auf die Wahltarife umzusteigen.

Die Krankenkassen dürfen seit dem 1. April beispielsweise Selbstbehalttarife anbieten, d.h. bei Krankheit verpflichtet sich der Patient einen Teil der Kosten zu übernehmen und bekommt im Gegenzug einen geringen Betrag in Form einer Prämie. Nehmen das Mitglied oder seine Familie Kassenleistungen ein Jahr lang nicht in Anspruch, bekommen sie dafür eine Prämie i. H. v. max. ein Zwölftel des Jahresbeitrages. Diese Prämienzahlungen sollen dann die heutigen Beitragssatzermäßigungen ersetzen.

Die betroffenen Versicherten könnten schnell das Nachsehen haben, da sich die Wahltarife mit Selbstbeteiligung möglicherweise auf Dauer nicht rechnen werden. Für die Krankenkasse rentiert sich der Selbstbehalttarif, wenn wider Erwarten hohe Krankheitskosten zu decken sind.

Auch hat der Gesetzgeber eine Mindestbindungsfrist von drei Jahren, für alle Tarife, die Kassen anbieten können, festgelegt. Weitere Beschränkungen sind auch bei den Prämienzahlungen gesetzlich begrenzt, so dürfen die Prämien 20 Prozent des jährlichen Beitrags, höchsten jedoch 600 Euro, nicht überschreiten.

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