Für viele Versicherte ist diese Frage in den vergangenen Wochen und Monaten immer brisanter geworden, schließlich sorgt der Gesundheitsfonds für immer neuen Ärger. Dessen einschneidendste Veränderung dürfte für einen großen Teil der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung die Anhebung des Beitrags auf 15,5% sein. Damit müssen Angestellte und Arbeitnehmer ab 01. Januar 2009 einen weiteren Griff der Bundesregierung ins Portemonnaie hinnehmen. Aber gerade die freiwillig Versicherten trifft es besonders hart, denn wer als Selbstständiger oder Freiberufler seiner alten Krankenkasse die Treue gehalten hat, wird zum Jahreswechsel dafür bestraft. Schuld ist ein Wegfall des Krankengeldes, welches zum 01. Januar separat versichert werden muss.

Addiert man diese Kosten mit der Wartezeit in deutschen Wartezimmern, den 10,- Praxisgebühr und allen anderen Zuzahlungen für Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, wird schnell klar, dass einige Mitglieder der GKV sich lieber in den Reihen der privaten Krankenversicherung sähen. Gerade unter den freiwillig Versicherten dürfte aufgrund dieser Einschnitte die PKV deshalb deutlich an Attraktivität gewinnen. Ein Fakt, den Politiker leider zu ignorieren scheinen. Und noch aus einem anderen Grund lohnt der schnelle Wechsel in die private Krankenversicherung, denn jeder Tag, der ungenutzt verstreicht, bedeutet höhere Beiträge, da sich deren Höhe am Alter sowie dem Gesundheitszustand der Versicherten orientiert.

Daneben müssen über die laufenden Beitragszahlungen auch die Kosten für´s Alter angespart werden, was den Eintritt in jungen Jahren ebenfalls lohnenswert macht. Es sei denn, früher oder später steht der Kinderwunsch zur Debatte – an dieser Stelle spielt eher die GKV ihre Stärken aus. Trotz allem dürfte aber die PKV aber auch weiterhin zu Upperclass im Bereich der Krankenversicherungen gehören.


 

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