Im vorangegangenen Blogbeitrag zum Thema Private Krankenversicherung wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten die Vereinbarung eines Selbstbehalts bietet: Wer einen Teil der Krankenkosten selbst trägt, kann von spürbaren Beitragsvorteilen profitieren und somit die eigenen Versicherungskosten für den Krankenschutz senken.

Allerdings kann es falsch sein, absichtlich einen besonders hohen Selbstbehalt zu vereinbaren. Letztlich gilt es zu überprüfen, bis zu welcher Höhe sich diese Möglichkeit anbietet. Wer bewusst einen hohen Selbstbehalt vereinbart, muss nämlich im Krankheitsfall ordentlich in die eigene Tasche greifen – dementsprechend wird vorausgesetzt, dass man auch über die finanziellen Mittel verfügt. Außerdem gilt es stets abzuwägen, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Diesbezüglich spielt auch der eigene Gesundheitszustand eine ganz wichtige Rolle: Einen hohen Selbstbehalt sollten ausschließlich Personen vereinbaren, die sich in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden. Wer genau weiß, dass sich aufgrund von Krankheiten oder Verletzungen hohe Arztkosten nicht vermeiden lassen, muss genau rechnen, ob sich die Wahl eines PKV-Tarifs mit Selbstbehalt überhaupt lohnt.

Im Übrigen spielt auch die Art der Selbstbehaltvereinbarung eine wichtige Rolle. Einige Versicherer bestimmen eine feste Betragsgrenze, bis zu deren Höhe die Kosten selbst entrichtet werden müssen. Andere Versicherer berechnen den Selbstbehalt stets anteilig, indem sie beispielsweise nur 90 Prozent der Kosten übernehmen. Besonders bei der zweiten Variante gilt es aufzupassen: Der Selbstbehalt, der sich im Beispiel auf 10 Prozent der Kosten beläuft, sollte unbedingt über eine zusätzliche Obergrenze verfügen, damit man im Falle sehr hoher Krankenkosten abgesichert ist.


 

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