Verschiedene Wege führen zu den eigenen vier Wände. Angehende Eigenheimbesitzer müssen sich daher entscheiden, ob sie bauen oder kaufen möchten. Die Frage, welche Variante besser ist, lässt sich pauschalisiert jedoch nicht beantworten. Beide Varianten bringen ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Nachfolgend werden sie vorgestellt und erläutert.

Bauvorhaben

Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe, die für ein Bauvorhaben sprechen. Da wäre zunächst die Möglichkeit, das Eigenheim möglichst nahe der persönlichen Anforderungen zu errichten. Außerdem wird ein Objekt bezogen, das sich technisch auf dem neuesten Stand befindet und noch nicht zuvor bewohnt wurde.

Wer diese beiden Vorzüge auskosten möchte, muss jedoch einen hohen Preis zahlen – und zwar in vielerlei Hinsicht. Bauvorhaben gelten als kostspielig und bringen zudem eine gewisse finanzielle Unsicherheit mit sich. Die Kosten werden zwar im Vorfeld präzise kalkuliert, doch größere Abweichungen (meist nach oben hin) sind nicht ungewöhnlich. Zudem müssen Bauherren sehr belastbar sein. Bauvorhaben kosten viel Kraft, weshalb viele Hausbesitzer sagen, dass sie kein zweites Mal bauen würden. Hier noch einmal alle Vor- und Nachteile in der Übersicht

  • + Eigenheim nach Wunsch
  • + Neues Gebäude
  • - Meist teurer als Kauf
  • - Keine absolute Kostensicherheit
  • - Bauphase erstreckt sich meist über viele Monate
  • - Verursacht viel Stress

Haus- und Wohnungskauf

Beim Erwerb einer Bestandsimmobilie verhält es sich nahezu umgekehrt. Hier wissen Käufer genau, was sie am Ende erwerben (sofern sie sich das Objekt genau ansehen und dabei von einem Gutachter begleiten lassen). Zudem gibt es eine maximale Kostensicherheit und die lange Bauphase entfällt auch.

Andererseits müssen Abstriche bei der Beschaffenheit des Eigenheims in Kauf genommen werden. Ein Objekt, das exakt den persönlichen Vorstellungen entspricht, ist nur schwer zu finden, fast immer gilt es Kompromisse zu machen. Außerdem bergen ältere Objekte manchmal das Risiko, dass hohe Folgeinvestitionen für die Instandhaltung erforderlich sind. Daher gilt:

  • + Oft günstiger als ein Bauvorhaben
  • + Maximale Kostensicherheit
  • - Persönlicher Wohntraum lässt sich nur eingeschränkt verwirklichen
  • - Alte Objekte können hohe Folgeinvestitionen erfordern

Fazit

Die ideale Variante des Immobilienerwerbs existiert nicht, es gibt immer Vor- und Nachteile. Allerdings müssen diese nicht zum Problem werden, solange eine gezielte Vorbereitung erfolgt.

Für unsere Beispielfamilie gilt übrigens: In Anbetracht der Tatsache, dass ein Einfamilienhaus gesucht wird und ein Budget von ca. 200.000 Euro vorhanden ist, empfiehlt sich ein Kauf. Zwar ist es möglich, mit diesem Budget ein Bauvorhaben zu realisieren, allerdings könnte sich dies je nach Region äußerst schwierig gestalten. Ein Kauf bietet die Chance, mehr Immobilie für das Geld zu erhalten.


 

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