In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Goldinvestoren einen regelrechten Schock erlebt: Der Goldpreis erfuhr eine äußerst starke Korrektur und ist von zuletzt 1.600 US-Dollar auf weniger als 1.400 US-Dollar gefallen. Vor allem private Investoren sind nun verunsichert. Sie hatten bewusst Goldmünzen oder gar Barren gekauft, um somit ihre Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Viele Betroffene sind nun verunsichert und fragen sich, ob sie verkaufen oder sogar nachkaufen sollen.

Allerdings ist es schwierig, diese Frage zu beantworten. Letztlich kommt es ganz darauf an, aus welchen Gründen man sich für Gold interessiert bzw. weshalb man bereits investiert hat oder man dies tun möchte. Wer nicht daran glaubt, dass der Euro bestehen wird, ist sicherlich gut damit beraten, einen gewissen Teil seiner Ersparnisse in Gold zu tauschen. Zumal Gold auch sonst ein solides Investment ist: Währungen kommen und gehen, doch das Edelmetall bleibt.

Andererseits ist nicht außer Acht zu lassen, dass der Goldpreis in den vergangenen Jahren einen rasanten Anstieg hingelegt hat. Vor rund acht Jahren – also kurz bevor die Finanzkrise ausbrach – lag der Goldpreis für die Feinunze bei weniger als 400 US-Dollar. Zum Höhepunkt der Finanzkrise stieg Gold auf rund 1.000 US-Dollar. So mancher Experten hält diesen Preis für gerechtfertigt, höhere Preise sind hingegen aufgrund einer massiven Spekulation sowie teilweise auch Panikmache entstanden.

Schlussendlich ist die Situation schwierig zu beurteilen. Zum einen ist Gold ein Edelmetall, das Währungen überleben kann, zum anderen ist es denkbar, dass eine Korrektur eingesetzt hat, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Dementsprechend ist es ganz schwierig, eine Handlungsempfehlung auszusprechen. Letztlich macht die gegenwärtige Situation nur eine Sache deutlich: Auch Goldinvestments sind spekulativ und dürfen daher nicht unterschätzt werden.

 

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