Gelegentlich wird angehenden Immobilienbesitzern dazu geraten, bei der Finanzierung auf variable Immobiliendarlehen zu setzen. Meist sind die Interessenten zunächst verunsichert und informieren sich daher online, wo sie häufig lesen, dass variable Darlehen gewisse Risiken mit sich bringen. Im heutigen Beitrag möchten wir zeigen, wie es um das Risiko tatsächlich bestellt ist.

Funktionsweise eine variablen Immobiliendarlehens

Zunächst eine kurze Erläuterung, was sich hinter der eigentlichen Darlehensart verbirgt: Ein variables Darlehen zeichnet sich dadurch aus, dass es keiner Zinsbindung unterliegt. Der Darlehenszins wird fortlaufend an die Entwicklung der Marktzinsen angepasst, meist geschieht dies in einem vierteljährlichen Rhythmus.

Vorzüge dieser Darlehensart

Variable Darlehen bringen zwei große Vorzüge mit sich, die je nach Finanzierung sehr reizvoll sein können. Da wäre zunächst die Tatsache, dass aufgrund der fehlenden Zinsbindung ein schneller Ausstieg möglich ist. Der Darlehensnehmer bindet sich nicht lange, was beispielsweise praktisch ist, wenn Zwischenfinanzierungen (z.B. warten auf Auszahlung eines Erbes) benötigt werden.

Weiterhin bringen kurze Laufzeiten / Zinsbindungen den Vorteil mit sich, dass sie niedrigere Zinssätze versprechen. Je länger die Zinsbindung bemessen ist, desto höher liegen bei normalen Marktbedingungen die Zinsen. Wer variabel finanziert, erzielt somit einen Zinsvorteil. Außerdem profitiert der Darlehensnehmer zusätzlich, wenn die Marktzinsen fallen.

Risiken variabler Darlehen

Die fortlaufende Anpassung des Darlehenszinses verkörpert das eigentliche Risiko. Sollten die Marktzinsen steigen, wird sich die Finanzierung zwangsläufig verteuern. In Abhängigkeit von der persönlichen Einkommenssituation ist dies äußerst riskant, denn womöglich wird die Darlehensrate zu einer großen finanziellen Belastung.

Schlussfolgerung für unsere Beispielfamilie

Aus Sicht unserer Beispielfamilie ist die Situation eindeutig, da ihr Einkommen zwar als solide gilt, aber zugleich überschaubar ist. Gerade weil die Familie keine großen finanziellen Sprünge machen kann, liegt das Risiko einer Finanzierung mit einem variablem Immobiliendarlehen viel zu hoch. Die Vorzüge mögen zwar reizvoll klingen, aber das Risiko ist am Ende zu hoch bemessen. Besser ist es daher, unsere Beispielfamilie wählt ein klassisches Hypothekendarlehen mit einer langen Zinsbindung.


 

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