Die Mehrheit der Bauherren bereitet sich zusammen mit den beteiligten Unternehmen akribisch auf das eigentliche Bauvorhaben vor. Doch trotz einer guten Vorbereitung kommt es in der Praxis immer wieder zu Verzögerungen. Die betroffenen Bauherren fragen sich dann oft, was zu tun ist, um größere Probleme abzuwenden.

Schritt 1: Risiko bewerten

Schon im Vorfeld sollte ermittelt werden, wie hoch das Risiko einer Verzögerung bemessen ist. Wer zum Beispiel auf die Fertigbauweise setzt und hierbei einem etablierten Anbieter mit jahrelanger Erfahrung vertraut, ist einem wesentlich niedrigeren Risiko ausgesetzt, als es Bauherren sind, die auf die traditionelle Massivbauweise setzen. In Abhängigkeit vom ermittelten Risiko sind dann Maßnahmen zur Vorsorge zu ergreifen.

Schritt 2: Maßnahmen zur Vorsorge treffen

Die einzelnen Maßnahmen betreffen verschiedene Bereiche, die nachfolgend kurz vorgestellt werden.

Finanzierung absichern: Es sollte rechtzeitig geklärt werden, was zu tun ist, sollte das Darlehen innerhalb der bereitstellungszinsfreien Zeit nicht rechtzeitig abgerufen werden. Viele Bauherren nehmen dann häufig einen Aufschlag auf den Darlehenszins in Kauf, um zu verhindern, dass Bereitstellungszinsen anfallen. Allerdings gilt es hier genau zu kalkulieren, denn unter Umständen ist es deutlich günstiger, einfach die Bereitstellungszinsen zu zahlen.

Mietsituation lösen: Ein weiteres Thema ist der Auszug aus dem bestehenden Zuhause. Es kommt immer wieder vor, dass Bauherren zu früh kündigen und dann eigentlich verlängern müssten. Dies ist aber nur möglich, wenn man sich rechtzeitig mit dem Vermieter abspricht.

Finanzielles Polster: Am besten ist es, wenn ein finanzielles Polster angeschafft wird, um zusätzliche Kosten (z.B. durch Bereitstellungszinsen oder einem ungeplanten Umzug in eine andere Wohnung) problemlos abdecken zu können.

Bedeutung für unsere Beispielfamilie

Unsere Beispielfamilie hat Glück, weil sie das Risiko eines Bauvorhabens aus Gründen der Kostensicherheit nicht eingehen möchte. Doch auch beim Hauskauf gilt es sich abzusichern, da ebenfalls Verzögerungen möglich sind. Entscheidend ist hier der Notartermin: Ist der Kaufvertrag erst einmal unterschrieben, lässt sich der Einzug relativ terminieren.


 

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