Theoretisch könnten so gut wie alle PKV Mitglieder einen Wechsel innerhalb der Privaten Krankenversicherung vornehmen. Immerhin wurde 2007 im Rahmen der Gesundheitsreform beschlossen, dass PKV Mitglieder künftig über diese Möglichkeit verfügen sollen, damit der Wettbewerb zwischen den einzelnen PKV Anbietern zunimmt.

Im Verlauf der letzten Woche haben mehrere Versicherungsunternehmen zu diesem Thema Stellung bezogen und über die Wechselaktivitäten ihrer Kunden berichtet. Entsprechende Aktivitäten seien so gut wie nicht festzustellen: Selbst bei großen Versicherern wie Allianz, Debeka oder DKV gibt es so gut wie keine Wechselkandidaten. Je nach Versicherer liegt die Anzahl der Versicherungsnehmer, die gewechselt haben, im ein- bis zweistelligen Bereich.

Selbstverständlich gibt es einen Grund für die Zurückhaltung der Versicherungsnehmer: Für die meisten PKV Versicherten lohnt sich ein Wechsel des Versicherers schlichtweg nicht. Dies wiederum ist auf die Rahmenbedingungen zurückzuführen: Zunächst einmal ist es so, dass nicht alle Altersrückstellungen mitgenommen werden können und somit (zumindest vorerst) ein Verlustgeschäft entsteht. Außerdem muss vorübergehend in den Basistarif gewechselt werden, der wiederum kaum Leistung bietet und zudem auch noch kostspielig ist.

Dies soll nicht bedeuten, dass ein Wechsel grundsätzlich nicht interessant wäre, doch für den Großteil der Versicherungsnehmer lohnt er sich einfach nicht. Hieran wird auch ersichtlich, dass es nach wie vor sehr wichtig ist, sich vor dem Eintritt in die Private Krankenversicherung sehr intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und sich auf die Suche nach dem richtigen PKV Anbieter zu begeben. Je gezielter das Versicherungsunternehmen ausgesucht und der PKV Tarif auf die persönlichen Anforderungen abgestimmt wird, desto besser ist man untergebracht.


 

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