In den letzten Tagen und Wochen wurden mehrere Studien- und Untersuchungsergebnisse veröffentlich, die über Ansichten und Einstellungen der GKV-Versicherten informieren. Verwunderlich ist dies nicht, schließlich hat sich innerhalb des Gesundheitssystems eine ganze Menge getan. Mittlerweile müssen die Krankenkassen auf einen einheitlichen Beitragssatz setzen und gleichzeitig sind sie dazu berechtigt, den Zusatzbeitrag zu erheben. Außerdem kam es bereits zur ersten Kassenpleite – folglich gibt es genug Themen, die wiederum die Kassenmitglieder bewegen.

Wie aus vielen dieser Untersuchungen hervorgeht, hat die Wechselbereitschaft der gesetzlich Versicherten deutlich zugenommen. Dies gilt besonders für den internen Wechsel: Viele Kassenmitglieder sind dazu bereit, ihre Krankenkasse zu wechseln, sofern die bestehende Kasse den Zusatzbeitrag einführen sollte.
Die Bereitschaft, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln, ist ebenfalls in hohem Maße vorhanden. Eine kürzlich vorgestellte Untersuchung der Kölner ServiceValue GmbH untermauert dies. Laut einer Befragung von 3.000 Personen ist rund ein Drittel der Kassenpatienten daran interessiert, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Allerdings weisen viele Interessenten auf die Hürden hin, die vor allem Arbeitnehmer betreffen. Diesbezüglich ist vor allem die Einkommenshürde zu nennen: Nur wenn das jährliche Bruttoeinkommen mindestens 49.500 Euro beträgt, ist ein Wechsel überhaupt zulässig.
Es gibt zwei Hauptgründe, weshalb das Interesse an der privaten Krankenversicherung so groß ist. Zum einen sehen viele Interessenten einen finanziellen Vorteil. Ein Wechsel würde ihnen die Möglichkeit eröffnen, die Versicherungsausgaben zu senken. Zum anderen hätten sie die Chance, einen verbesserten, individuell angepassten Versicherungsschutz zu erhalten.


 

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