Der zum 01.01. 2009 gültige Gesundheitsfonds sieht einschneidende Änderungen bezüglich der Versicherungspflicht auch bei privaten Krankenversicherungen vor. Ungleich der bisherigen Regelungen können bereits privat Versicherte noch bis zum Ende des ersten Halbjahres 2009 von ihrem bisherigen Tarif in den günstigeren Basistarif (Einheitstarif) wechseln. Dies kann für die Versicherten – zumal dieser Wechsel auch ohne Gesundheitsprüfung stattfindet – erhebliche finanzielle Erleichterungen bringen. Für die Privaten Krankenversicherungen bedeutet dieses Wahlrecht indes, dass noch nicht abzusehende wirtschaftliche Belastungen auf sie zukommen.

Weiterhin sieht die Regelung vor, dass ein Wechsel in den billigeren Basistarif nach Ende des ersten Halbjahres 2009 für Bestandskunden nicht mehr möglich ist. Ausnahmen bilden dabei Menschen, die entweder über 55 Jahre alt oder hilfsbedürftig sind. Maximal darf der Beitrag zu diesem Basistarif 500 Euro betragen. Gerade bezüglich der steigenden Beitragsprogression vor allem bei älteren Menschen kann dies eine erhebliche Ersparnis für all jene bedeuten, die vorher zu höheren Beitragszahlungen verpflichtet waren. Noch bis Ende Juni 2009 haben sie nun die Möglichkeit, den Einheitstarif zu nutzen – und dies bei zumindest unveränderten Muss-Leistungen der Krankenversicherung.

Der Wechsel in diesen günstigeren Basistarif mit der Option auf Übernahme der angesammelten Altersrückstellungen stellt die Privaten gerade mit Hinblick auf steigenden Versorgungskosten bei stagnierenden Beitragssätzen vor eine große Herausforderung, was die Finanzierung der Vorsorge und Versorgung ihrer Mitglieder angeht. Denn unter anderem sieht die Möglichkeit des Wechsels in den Basistarif auch für Bestandskunden keine Erhöhung der Prämien aufgrund von Vorerkrankungen vor. Diese eventuell vorhandenen Krankheiten müssen dann mit den weitaus geringeren Einnahmen aus dem Einheitstarif von den Krankenversicherungen getragen werden.


 

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