“Der spanische Immobilien-Markt befindet sich in einer Krise und steuert dem Zusammenbruch entgegen.” Solche oder ähnliche Meldung waren in den letzten Tagen häufiger in der Tagespresse zu lesen. Die Ursachen für die europäische Immobilienkrise liegen vor allem in den recht zweifelhaften Methoden der Banken und Immobilienunternehmen, Kunden mit speziellen Angeboten und ungewöhnlichen Bewertungen der einzelnen Gebäude anzulocken. Den Käufern wurde suggeriert, dass der Kaufpreis unter dem eigentlichen Wert der Immobilie lag.

Die Folgen dieser Entwicklung waren schon länger absehbar. Immer mehr Kredite fallen aus und mehr als 2/3 der spanischen Hausbesitzer müssen vermehrt Kapital für die Tilgung der Darlehen aufwenden. Zudem wird die Krise dadurch verschärft, dass die Preise für Immobilien inzwischen wieder sinken, da Angebot und Nachfrage in keinem Gleichgewicht mehr zueinander stehen. Um den Absturz des Marktes zu bremsen hat die spanische Regierung jetzt einen Notfallplan verabschiedet, welcher der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen soll. Allein durch steuerliche Erleichterungen sollen dem Immobilienmarkt auf der iberischen Halbinsel etwa sechs Milliarden Euro helfen.

Die Regelungen sollen ab dem 01. Juli dieses Jahres gelten und verhindern, dass weitere Unternehmen der Immobilien-Branche Konkurs anmelden müssen. Schließlich sind von der Krise und ihren Folgen nicht nur kleinere Firmen betroffen, sondern auch größere Mitspieler am spanischen Immobilienmarkt, die zu hoch gepokert haben und in den letzten Wochen ihre Zahlungsunfähigkeit erklären mussten.

Ob sich mit Hilfe der großzügigen Finanzspritze ein weiterer Abschwung verhindern lässt, bleibt abzuwarten. Letzten Endes befindet sich auch der Immobilienmarkt in den USA immer noch in der Krise.


 

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