Mit dem Inkrafttreten der Gesundheitsreform zu Beginn des Jahres und den jeweiligen Bestimmungen auch zum Krankenkassen- und Tarifwahlrecht des Versicherungsnehmers fallen auch einige der bisher gültigen Bestimmungen weg. So verfügen Freiberufler und Selbstständige, die freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung sind, mittlerweile nicht mehr automatisch über einen im Tarif enthaltenen Anspruch auf Krankengeld. Hatten die freiwillig Versicherten bisher die Möglichkeit, Krankengeld in Höhe des Regelsatzes, der auch für Angestellte galt, ab dem 43. Krankheitstag geltend zu machen, so entfällt dieser Anspruch nun ersatzlos.

Wer diesen Anspruch erwerben möchte, muss sich als freiwillig Versicherter dazu verpflichten, seinem gewählten Tarif und seiner Krankenkasse für mindestens drei Jahre treu zu bleiben. Gerade für Selbstständige ist aber genau diese Regelung eine große Belastung: In Zeiten schwindender oder schwankender Einnahmen haben sie somit keine Möglichkeit, einen günstigeren Tarif zu wählen. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten zudem zwar einen Tarif an, der auch Krankengeld beinhaltet, faktisch entfällt aber somit die Wahlfreiheit für die Versicherten und ihr Kündigungsrecht wird aufgrund der drei-Jahres-Regelung beschnitten.

Alternativ kann der Versicherte eine private Krankengeldversicherung abschließen oder einer privaten Krankenversicherung beitreten. Der Vorteil liegt darin, dass die Vereinbarung von Karenzzeiten und Leistungsstaffelung auch eine individuelle Beitragsvereinbarung bezüglich des zu zahlenden Krankengeldes beinhaltet. Legt man nämlich fest, das Krankengeld nur in einer bestimmten Höhe des eigenen Einkommens mit gradueller Anpassung bei anhaltender Krankenzeit zu erhalten und auch erst nach beispielsweise 2 bis 3 Wochen nach Erkrankung, können erhebliche Beitragssummen gespart werden. Weiterer Vorteil ist, dass auch bei Einkommenssteigerungen die Krankentagegeldsätze ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden können und die Leistungsdauer nicht begrenzt ist.


 

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