Die Pleite der City BKK hat viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung aufgeschreckt. Zahlreiche Kassenmitglieder stellen sich die Frage, ob ihre eigenen Krankenkassen ebenfalls zu Insolvenzfällen werden können.

Leider kann diesbezüglich keine Entwarnung gegeben werden: Experten halten es für sehr wahrscheinlich, dass in den kommenden Monaten und Jahren weitere Krankenkassen in die Insolvenz rutschen werden. Als Hauptgrund sind die hohen Kosten auszumachen, die auf dem Gesundheitssystem und somit auf den einzelnen Kassen lasten. Zunehmend mehr Kassen fällt es schwer, diese Kosten zu stemmen. Genau aus diesem Grund sehen sich mittlerweile zahlreiche Krankenkassen dazu gezwungen, den Zusatzbeitrag zu erheben. Die zusätzlichen Einnahmen sollen die Kassen finanziell stützen.

Allerdings wird der Zusatzbeitrag von einigen Experten oft als Ursache für Kassenpleiten ausgemacht. Eines der größten Probleme der Krankenkassen besteht darin, dass der Zusatzbeitrag äußerst abschreckend wirkt. Besonders junge Kassenmitglieder neigen relativ schnell dazu, ihre Krankenkasse zu wechseln, damit sie den zusätzlichen Beitrag nicht entrichten müssen. Die Kassen werden hierdurch mit einem Mitgliederabgang konfrontiert – und unglücklicherweise handelt es sich hierbei in der Regel genau um die Mitglieder, die relativ hohe Beiträge entrichten und gleichzeitig nur wenige Leistungen in Anspruch nehmen.

Alle von der Pleite bedrohten Kassen werden jedoch nicht in die Insolvenz rutschen. Die City BKK dürfte vielen Krankenkassenvorständen als abschreckendes Beispiel dienen. Für finanziell gefährdete Krankenkassen ist es sinnvoller, sich sofern möglich abzusichern, etwa indem Fusionen angestrebt werden. Die Zusammenlegung einzelner Kassen bietet die Chance, Kosten zu senken und somit das eigene Überleben sicherzustellen.


 

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