Ein großer Teil der Verbraucher reibt sich immer noch die Augen angesichts der Situation, die sich dem Beobachter der Finanzmärkte in den vergangenen Wochen geboten hat. Eine angelsächsische Großbank nach der anderen musste die Segel streichen und wurde vom „Turbokapitalismus“ eingeholt. Das liberale Finanzsystem in den USA und Großbritannien hat sich innerhalb weniger Tage erfolgreich selbst zerfleischt – die Revolution sozusagen ihre eigenen Kinder gefressen. Begleitet wurde der Zusammenbruch diverser Finanzinstitute von einer massiven Kapitalverschiebung.

Immer mehr Sparer haben in den vergangenen Tagen Kapital aus unsicheren Anlagen zurückgezogen und sich wieder auf traditionelle Werte besonnen. Neben Sparbüchern, Bausparverträgen und Staatsanleihen ist Gold im Moment einer der gefragtesten Rohstoffe. Aus Angst vor Verlusten und inflationärer Tendenzen suchen Verbraucher nach Möglichkeiten, wie sich Kapital in Form von Edelmetall anlegen lässt. Was dabei leider immer wieder vergessen wird, ist die Tatsache, dass auch Gold zu den Spekulationsobjekten zählt. Betrachtet man den Preis pro Feinunze Gold über den Zeitraum der letzten zwei bis drei Monate, wird schnell klar, welchen starken Schwankungen die vermeintlich sichere Anlageform Gold ausgesetzt ist.

Ein wesentlich sichereres Objekt ist dagegen die Immobilie. „Betongold“ ist zum einen deutlich schwächeren Preisschwankungen unterworfen und bietet zudem noch eine entsprechende Altersvorsorge. Wer sich also heute wirklich für eine krisensichere Kapitalanlage entscheiden will, sollte in das Projekt Eigenheim einsteigen. Im Moment müssen private Bauherren auch noch nicht um ihren Kredit bangen, da sich Banken in diesem Sektor immer noch aktiv am Geschäft beteiligen. Lediglich bei den Sicherheiten dürften die Institute genauer hinschauen. Zusätzlich locken im Moment günstige Zinsen, die Konditionen lassen sich auch langfristig durch beispielsweise ein Forward-Darlehen festschreiben.


 

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