Selbst kleine Zinsunterschiede können bei einem Immobiliendarlehen sehr große Auswirkungen haben. Die große Darlehenssumme und die vergleichsweise lange Laufzeit führen dazu, dass selbst ein Zehntelprozentpunkt auf lange Sicht zu mehreren tausend Euro an zusätzlicher Zinslast führen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, das Immobiliendarlehen möglichst günstig bzw. zu einem attraktiven Zinssatz abzuschließen.

Günstige Immobiliendarlehen werden in erster Linie über einen Zinsvergleich gefunden. Aber auch bestimmte Einflussgrößeren wirken sich auf den Darlehenszins zum Teil spürbar aus, weshalb sie im Rahmen der Finanzierungssuche überprüft werden sollten. Ganz besonders gilt das für die Beleihung: Welcher Zinssatz von einer Bank festgesetzt wird, hängt von der jeweiligen Beleihungsgrenze ab. Unter Umständen liegt man mit dem Darlehensbetrag sehr nahe an einer Beleihungsgrenze. In solchen Fällen kann es sich lohnen, den Finanzierungsbetrag geringfügig zu verringern, damit eine andere Grenze gilt und dadurch der Darlehenszins spürbar günstiger wird. Deshalb sollte man gezielt nach den Beleihungsgrenzen fragen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Mindestdarlehensbeträge: Sobald eine bestimmte Darlehenssumme erreicht wird, verbessert sich der Zinssatz. Viele Banken ziehen eine Grenze bei 200.000 Euro. Wer diesen Betrag als Darlehensumme aufnimmt, erhält einen besseren Zinssatz als beispielsweise bei 199.000 Euro. Auch diesbezüglich sollte man gezielt nachfragen, um die Immobilienfinanzierung ggf. optimieren zu können. Zwar widerspricht die Aufnahme eines höheren Darlehensbetrags dem ersten Tipp, um eine bessere Beleihungsgrenze zu erreichen, doch im Endeffekt kommt es ohnehin immer auf den Einzelfall an.

Übrigens braucht ein erhöhter Darlehensbetrag der Finanzierung nicht schaden. Wenn der Zinssatz dadurch günstiger wird, lohnt sich dieser Schritt: Per Sondertilgung kann der Mehrbetrag später schnell zurückgezahlt werden.


 

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