Die meisten Sparer hoffen auf die angekündigte Zinswende, denn sollte sie tatsächlich im nächsten Jahr kommen, könnten endlich attraktivere Renditen erzielt werden. Allerdings gilt es noch einige Monate zu überbrücken. Deshalb kommt zwangsläufig die Frage auf, wie am besten zu verfahren ist.

Zunächst sollten sich Sparer darüber im Klaren sein, dass die Zinswende (sofern sie denn auch in Europa ankommt), nicht gleich zu deutlich höheren Marktzinsen führen wird. Vielmehr ist von einem leichten Zinsanstieg auszugehen. Infolge ist nicht von auszugehen, dass die Renditen der Anlagen signifikant anziehen. Aller Voraussicht nach werden die Marktzinsen weiterhin auf einem überschaubaren Niveau verharren.

Dementsprechend ist es weiterhin möglich, jetzt auf Festgelder zu setzen und somit höhere Renditen als mit Tagesgeldanlagen zu erzielen. Lediglich die Laufzeiten sollten nicht zu lange gewählt werden. Falls die Marktzinsen anziehen, sollte auch die Chance bestehen, hiervon zu partizipieren. Infolge ist es empfehlenswert, über Anlagezeiträume von einem halben Jahr bis hin zu drei Jahren nachzudenken. Weil die kurzen Laufzeiten jedoch keine guten Renditevorteile gegenüber Festgeldanlagen versprechen, dürften in erster Linie Festgelder mit einem Anlagehorizont von zwei bis drei Jahren interessant sein.

Besonders vorsichtig müssen erfahrene Privatanleger sein, die im Zinsbereich auf Anleihen setzen. Vor allem mit Unternehmensanleihen lassen sich bessere Renditen als mit Festgeldern erzielen. Allerdings notieren alle interessanten Anleihen deutlich über ihren Nominalwerten. Dies bedeutet, dass Anleger die Anleihen teuer einkaufen müssen, obwohl diese am Ende zu niedrigeren Kursen zurückgenommen werden. Gerade weil die Anleihemärkte so hoch stehen, könnte sich in den kommenden Monaten eine deutliche Korrektur abzeichnen. Daher gilt ein Einstieg als vergleichsweise riskant.

Sofern der Werterhalt der Anlagen im Vordergrund steht, bleiben daher Festgeld- und Tagesgeldanlagen die klaren Favoriten. Andere Investmentklassen bieten zwar größere Renditechancen, doch die Risiken sind spürbar höher bemessen. Es drohen womöglich sogar Verluste.

 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share