Vor wenigen Tagen hat das Statistische Bundesamt im Wiesbaden mitgeteilt, wie es um die Ausgabenverteilung der Privathaushalte bestellt ist. Die veröffentlichten Zahlen machen sehr schön deutlich, dass das Wohnen den größten Kostenfaktor in privaten Haushalten verkörpert. Für Miete oder Immobilienfinanzierung sowie die zugehörigen Unterhalts- und Instandhaltungskosten gaben private Haushalte im Jahr 2008 durchschnittlich 731 Euro pro Monat aus.

Wenn man sich diese Zahlen einmal vor Augen hält, wird schnell deutlich, dass es sich hierbei um einen ganz enormen Kostenfaktor handelt. Mehr als ein Drittel des gesamten Haushaltseinkommens wird für das Wohnen aufgewendet. Allerdings macht es in diesem Zusammenhang einen Unterschied, ob man eine Immobilie finanziert oder ob man zur Miete wohnt.

Hinsichtlich der finanziellen Belastung mag es egal sein, ob ein Eigenheim finanziert wird oder ob man zur Miete wohnt. Unter Berücksichtigung der Vermögensverhältnisse ist der Unterschied dafür umso größer. Ob man nun 30 Jahre lang das eigene Heim abbezahlt oder ob man ausschließlich für die Nutzung einer Mietwohnung bezahlt, macht viel aus. Der Darlehensnehmer kann nach einer gewissen Dauer auf ein abbezahltes Eigenheim blicken, was besonders im Hinblick auf das Thema Altersvorsorge von großer Bedeutung ist – denn ist eine Immobilie erst einmal abbezahlt, wohnt man im Vergleich zur Miete erheblich günstiger.
Mieter sollten deshalb ruhig einmal darüber nachdenken, ob sich ein Eigenheimerwerb nicht lohnen könnte. Die aktuell sehr günstigen Hypothekenzinsen erlauben es, Immobiliendarlehen aufzunehmen, deren Kosten die Mietkosten vergleichbarer Objekte nicht übersteigen. Die finanzielle Belastung würde somit nicht steigen.


 

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