Einige Versicherungen werden nur selten gewechselt, obwohl dies vergleichsweise leicht möglich wäre. Dies trifft ganz besonders für die Wohngebäudeversicherung zu. Die meisten Immobilieneigentümer legen sich einmal auf einen Anbieter fest und wechseln dann nicht mehr. Genau deshalb ist es umso wichtiger, sich vor dem Vertragsabschluss zu informieren bzw. mehrere Tarifangebote zu vergleichen.

Dieser Tipp ist aktueller denn je, denn es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Gebäudeversicherungen in den nächsten Jahren teurer werden – zumindest in den neuen Tarifen. Clevere Versicherungsnehmer prüfen daher schon jetzt, ob sie gut versichert sind. Wer in einigen Jahren wechseln muss, weil beispielsweise eine Unzufriedenheit mit dem Anbieter vorliegt, muss dann womöglich einen satten Beitragsaufschlag in Kauf nehmen.

Gleich mehrere Gründe zwingen die Versicherer dazu, ihre Tarife in Zukunft großzügiger zu kalkulieren bzw. höhere Beiträge festzusetzen. Da wären zunächst die gestiegenen Schadenkosten. Die Schadenskosten steigen von Jahr zu Jahr, wohingegen die Beiträge kaum bzw. innerhalb eines deutlich kleineren Rahmens angepasst werden. Als Folge dessen betreiben etliche Versicherer ein Minusgeschäft, was sie künftig verhindern möchten.

Weiterhin sind die meisten Wohngebäudeversicherungstarife relativ simpel kalkuliert. In der Kfz-Versicherung ist es nicht unüblich, dass die Versicherer 25 bis 30 Konditionsmerkmale berücksichtigen. Bei der Wohngebäudeversicherung ist die Situation eine andere, viele Anbieter beachten weniger als 10 Konditionsbestandteile.

Zu guter Letzt wäre da noch das Wetter, das sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert bzw. zu einem noch schwieriger zu kalkulierenden Risiko entwickelt hat. Wetterkapriolen treten häufiger auf, man erinnere sich nur an das Hochwasser im Sommer zurück. Besonders Wasserschäden kommen die Versicherer sehr teuer zu stehen, weshalb sie zwangsläufig gar keine andere Wahl haben, als neue Tarife aufzulegen und dieser strenger zu kalkulieren.


 

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