Bereits in der vergangenen Woche hatten wir hier im Blog über die Finanzprobleme der Wohngebäudeversicherer berichtet: Viele Anbieter haben mit hohen Kosten zu kämpfen und denken deshalb darüber nach, neue Tarife aufzulegen, die anders kalkuliert sind und somit höhere Beiträge verursachen.

Mittlerweile ist dieses Thema auch in den großen Medien angekommen, bereits mehrere Online-Zeitungen haben über diese Entwicklung berichtet. Demnach sollen einige Versicherer nicht nur ihre Tarife für Neukunden teurer machen, sondern auch bei den Bestandskunden kräftiger zulangen. In anderen Worten: Es drohen Beitragserhöhungen. Es ist gut möglich, dass etliche Versicherungsnehmer in den kommenden Wochen Post erhalten und so über Beitragserhöhungen in Kenntnis gesetzt werden.

Es aber nicht so, dass Versicherungsnehmer sich diese Änderungen ohne weiteres gefallen lassen müssen. Solche Erhöhungen sind laut der Vertragsbedingungen häufig nicht zulässig, was wiederum bedeutet, dass Versicherungsnehmer über die Möglichkeit verfügen, von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Genau genommen wäre eine umgehende Kündigung in den meisten Tarifen nicht mehr möglich, es könnte erst zu Beginn des übernächsten Jahres gewechselt werden. Eine Beitragserhöhung berechtigt ganz oft zur außerordentlichen Kündigung, sodass unmittelbar gewechselt werden kann.

Ein Versicherungswechsel kann sich lohnen. Etliche Versicherungsnehmer können auf diesem Weg in günstigere Tarife wechseln und somit bares Geld sparen – und je nach Tarif ist es außerdem möglich, die Absicherung zu verbessern. Allerdings sollte eine Kündigung nicht voreilig ausgesprochen werden, denn zuvor gilt es zu prüfen, ob sich ein Wechsel lohnt und ob er problemlos möglich ist. Gab es zum Beispiel Vorschäden, so könnte es durchaus sein, dass andere Versicherer an einer Aufnahme kein Interesse haben.


 

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