Im vergangenen Dezember hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass Zahnärzte dazu berechtigt sind, auf speziellen Vergleichsportalen aktiv zu sein und beispielsweise Angebote für Kunden zu erstellen. Zuvor hatte ein Berufsgericht einem praktizierenden Zahnarzt genau dies verboten. Aus Sicht der Richter ist die Aktivität eines Zahnarzt auf einer Preisvergleichsplattform im Internet eine gute Sache: Den Patienten wird dabei geholfen, sich über Kosten zu informieren und gleichzeitig einen günstigen behandelnden Zahnarzt zu finden.

Dieses Urteil dürfte dazu führen, dass zunehmend mehr Zahnärzte auf entsprechenden Portalen aktiv werden, was für die Patienten von großem Nutzen sein kann. Besonders beim Thema Zahnersatz könnten die Portale einen enormen Vorteil bieten: Wer auf den richtigen Zahnarzt setzt, erhält eine gute Behandlung und kann gleichzeitig die Haushaltskasse schonen.

Besonders Kassenpatienten dürften enorm profitieren: Beim Zahnersatz werden sie besonders zur Kasse gebeten. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten schon lange nicht mehr in voller Höhe. Zuzahlungen sind in diesem Bereich üblich, wobei anzumerken ist, dass die Eigenleistung nicht unterschätzt werden darf. Auf den Patienten können je nach Behandlung enorm hohe Kosten zukommen. Dementsprechend ist es umso empfehlenswerter, die zu erwartenden Behandlungskosten im Vorfeld zu vergleichen.

Aber nicht nur für Kassenpatienten dürfte das Thema Zahnarztvergleich interessant sein. Auch Privatpatienten müssen in den meisten Fällen einen Teil der Kosten selbst tragen, wenn es um Zahnersatz geht. Je nach PKV-Tarif müssen zum Teil ebenfalls beachtenswerte Eigenanteile getragen werden. Selbst wenn die Versicherung auch bei Zahnersatz zahlt, müssen Selbstbeteiligungen geleistet werden, deren Höhe nicht unterschätzt werden darf.


 

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