Die Zinsen befinden sich im Keller und dürften es aller Voraussicht nach auch noch in den nächsten Jahren bleiben. Gleich mehrere Gründe deuten an, dass ein deutlicher Anstieg der Marktzinsen als unwahrscheinlich gilt. Es folgt eine kurze Übersicht:

Wirtschaft in Europa

In Deutschland haben wir oft den Eindruck, der Wirtschaft ginge es hervorragend. Allerdings trifft dies vorrangig für unser eigenes Land zu, in vielen europäischen Ländern ist die Situation eine vollkommen andere. Besonders Griechenland, Spanien und Italien haben große Schwierigkeiten. Die europäische Zentralbank hat daher fast keine andere Wahl, als die Zinsen bewusst niedrig zu halten – selbst wenn in den nächsten Jahren kleinere Zinserhöhungen folgen, dürfte diese den Sparern nur äußerst geringfügig nutzen.

Chefwechsel bei der FED

Die US-amerikanische Notenbank FED erhält einen neuen Chef – um genau zu sein, eine Chefin. Präsident Obama hat Janet Yellen als Chefin nominiert, die aller Voraussicht nach den Posten auch tatsächlich erhalten wird. Yellen wird nachgesagt, dass sie einen Anstieg der Inflation durchaus in Kauf nimmt, um die Wirtschaft der USA zu stimulieren. Die gegenwärtige Politik des billigen Geldes würde somit fortgesetzt werden.

Genau diese Politik kommt den Sparern nicht entgegen. Banken können sich günstig mit Geld eindecken, sodass sie selbst keine hohen Zinsen auf Spareinlagen leisten müssen. Dementsprechend dürfte sich die Situation bei den Tagesgeld- und Festgeldzinsen kaum ändern.

Tipp: Konditionen vergleichen

Sparer haben somit weiterhin keine andere Wahl, als ihre Zinsanlagen sehr genau auszuwählen und Konditionen zu vergleichen. Ansonsten bleibt nur die Erhöhung des Risikos, indem beispielsweise auch auf Anleihen oder Aktien gesetzt wird.

 

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