Freude und Leiden liegen nicht nur in Volksweisheiten eng beieinander, auch an den Kapitalmärkten gilt die Weisheit: „Des einen Freud ist des anderen Leid“. Denn während Geldinstitute für Kapitalspritzen immer tiefer in die Taschen greifen müssen, profitieren Baufinanzierungskunden von der aktuellen Marktentwicklung. Grund zur Freude haben vor allem Bauherren, deren Projekt Eigenheim langsam Formen annimmt und mit einem Darlehen finanziert werden muss.

Wie bereits in den vergangenen Wochen haben sich nämlich die Zinsen für Baukredite auch in den letzten 7 Tagen weiter nach unten bewegt, neben einem kurzfristigen Darlehen können inzwischen auch die 15- oder 20-jährigen Baufinanzierungen für rund 4,5% eff. Jahreszins in Anspruch genommen werden. Gegenüber den Sommermonaten entspricht dies einem Einbruch von fast 80 Basispunkten. Für alle, die in den nächsten Wochen oder Monaten einen Neubau in Angriff nehmen wollen oder nach einer Anschlussfinanzierung suchen, ist mit dem Zinsrutsch also der Startschuss für die Verhandlungen mit den Banken gefallen.

Um von den niedrigen Zinsen auch langfristig profitieren zu können, lohnt sich eine dauerhafte Zinsfestschreibung von 20 Jahren. Sollte sich zwischenzeitlich ein erneutes Zinstief ankündigen, kann der Baukredit nach 10 Jahren gekündigt werden. Eine übereilte Entscheidung gilt es aber in jedem Fall zu vermeiden, vor dem Zuschlag müssen Kapitalaufwand und Kassensturz auf sicheren Füßen stehen.

Auch für Haushalte, die im Moment noch nicht über eine ausreichende Eigenkapitaldecke verfügen, aber von den eigenen vier Wänden träumen, lohnt sich heute das Sparen wie schon lange nicht mehr, denn Banken suchen nach Liquidität aus dem Privatkundengeschäft. Mitunter winken für Tages- und Festgeldkonten Verzinsungen im Bereich der 5%.


 

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