Seit Anfang des Jahres haben die Hypothekenzinsen spürbar angezogen. Der Anstieg dauerte bis Mitte April an – seither haben sich die Zinssätze deutlich erholt. Innerhalb von zwei Wochen sind die Hypothekenzinsen in Abhängigkeit von der Zinsbindung um ca. 0,2 Prozent eingebrochen. Dies stellt einen enormen Rückgang dar, der unter Berücksichtigung der üblichen Laufzeiten zu einer großen Zinsersparnis führen kann, die sich auf mehrere tausend Euro beläuft.

Potentielle Darlehensnehmer wie Immobilienkäufer und Bauherren dürften sich über den Rückgang freuen. Aber auch Darlehensnehmer, die derzeit einen Kredit bedienen, können von diesem Zinsrückgang profitieren – zumindest wenn sie innerhalb der kommenden Jahre eine Anschlussfinanzierung benötigen.

Wer sein Immobiliendarlehen bis zum Ende der Zinsbindung nicht vollständig zurückgezahlt hat, muss die Finanzierung verlängern und somit auch neue Konditionen aushandeln. Sollte die Konjunktur weiterhin anziehen, werden aller Voraussicht nach auch die Hypothekenzinsen steigen. So gesehen wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um die derzeit immer noch vergleichsweise niedrigen Zinssätze zu sichern. Möglich ist das, indem ein sogenanntes Forwarddarlehen abgeschlossen wird. Forwarddarlehen erlauben es nämlich, jetzt schon den Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung zu sichern. Die Zinssicherung kann bis zu vier Jahre vor dem eigentlichen Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung erfolgen – somit ist das Forwarddarlehen für eine sehr große Anzahl an Immobilieneigentümern interessant.

Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte sich jedoch Zeit nehmen, um sich ausreichend damit zu beschäftigen. Die Anzahl der Anbieter hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Besonders viele Direktbanken sind in diesem Finanzierungssegment tätig. Um ein möglichst günstiges Darlehen zu finden, sollte daher ein Vergleich der Zinssätze und sonstigen Konditionen durchgeführt werden.


 

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