Was die Zinssätze für Immobiliendarlehen betrifft, so könnte es für Bauherren und Immobilienkäufer kaum besser aussehen: Die derzeit erhältlichen Hypothekenzinsen haben das Zinstief von 2005 unterschritten und sind so günstig wie schon seit mehr als 50 Jahren nicht mehr.

Wer bereits über Immobiliendarlehen verfügt bzw. dieses vor einigen Jahren aufgenommen hat, wird sich für die aktuelle Zinsentwicklung vermutlich weniger interessieren bzw. sich für die derzeit so günstigen Hypothekenzinsen nicht ganz so sehr begeistern können. So mancher Darlehensnehmer wird sich ggf. sogar ärgern, weil er seine Immobilienfinanzierung zu wesentlich höheren Kosten abgeschlossen hat.

Allerdings können auch Darlehensnehmer, deren Finanzierungen schon vor längerer Zeit abgeschlossen wurden, vom aktuellen Zinstief profitieren. Das Stichwort in diesem Zusammenhang lautet Anschlussfinanzierung: Nur wenigen Darlehensnehmern gelingt es, ihre Immobiliendarlehen innerhalb der Zinsbindung vollständig zu tilgen. Fast immer sind ein oder zwei Anschlussfinanzierungen erforderlich, um Immobiliendarlehen vollständig zurückzahlen.

Irrtümlicherweise gehen viele Darlehensnehmer aus, dass sie die Konditionen – und somit auch den Zinssatz – für ihre spätere Anschlussfinanzierung erst kurz vor dem Auslaufen des bestehenden Darlehens mit der Bank vereinbaren können. Dies ist allerdings nicht wahr: So genannte Forwarddarlehen erlauben es, die Darlehenskonditionen bis zu vier Jahre vor dem Zeitpunkt der Umschuldung zu sichern.

Darlehensnehmer, die innerhalb der kommenden vier Jahre eine Anschlussfinanzierung abschließen müssen, sollten sich näher mit diesem Thema beschäftigen – nicht selten bietet sich die Chance, von den aktuell sehr niedrigen Hypothekenzinsen zu profitieren. Zwar können Forwarddarlehen an gewisse Zinsaufschläge gekoppelt sein (wegen der längeren Wartezeit bis zur Auszahlung), aber dennoch sind die Zinssätze meist sehr attraktiv.


 

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