Im April hatten die Zinssätze für Immobiliendarlehen zum Sinkflug angesetzt: Langsam aber sicher sanken die Zinssätze ab. Ab Mitte Juli beschleunigte sich der Sinkflug sogar ganz enorm, es fehlten nur noch 0,2 Prozentpunkte um den Rekordtiefstand des vergangenen Jahres zu erreichen.

Allerdings sollten sich potentielle Darlehensnehmer nicht zu früh freuen. In den letzten beiden Wochen haben die Hypothekenzinsen nämlich wieder angezogen – und zwar äußerst stark. Innerhalb kürzester Zeit verzeichneten die Zinssätze einen Anstieg von gut 0,2 Prozent. Ob von einer Trendwende gesprochen werden kann, ist zwar nur schwer zu sagen, doch Fakt ist, dass es sich um einen außerordentlichen Zinsausschlag handelt.

Ob es sich lohnt, auf einen erneuten Rückgang zu spekulieren, gilt als fraglich. Wer in naher Zukunft ein Immobiliendarlehen aufnehmen muss, sollte nicht zu lange abwarten. Es ist gut möglich, dass eine Zinswende eingesetzt hat und die Hypothekenzinsen in den kommenden Tagen und Wochen noch stärker anziehen werden. Da scheint es sinnvoll zu sein, nicht mehr zu warten und den Zinssatz für das eigene Darlehen jetzt zu sichern.

Trotz des Zinsanstiegs um 0,2 Prozent, den man an der DGZF-Pfandbriefkurve sehr schön erkennen kann, ist Baugeld immer noch äußerst günstig. Viele Bauherren und Käufer können derzeit ein Darlehen aufnehmen, bei dessen Zinssatz eine drei vor dem Komma steht – derart günstiges Baugeld ist eine Seltenheit. Im Übrigen ist niemand dazu gezwungen, sich sofort für das nächstbeste Angebot zu entscheiden: Die meisten Banken können die Zinssätze ihrer Finanzierungsangebote für mehrere Tage oder sogar Wochen aufrechterhalten. Der nächste Schritt würde folglich darin bestehen, erst einmal Angebote zur Zinssicherung einzuholen.


 

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