Keine Frage: Die Hypothekenzinsen könnten nicht niedriger sein. Bauherren und Immobilienkäufer haben derzeit die Möglichkeit, Baufinanzierungen zu äußerst attraktiven Konditionen abzuschließen. Weil die Zinssätze so niedrig bemessen sind, empfiehlt es sich, längere Zinsbindungen zu wählen. Die üblichen 10 Jahre, die von den meisten Banken empfohlen werden, stellen nicht unbedingt die beste Lösung dar: Sofern man das Darlehen nicht innerhalb dieses Zeitraums größtenteils zurückzahlt, ist es meist besser, eine längere Zinsbindung zu wählen. Zinsbindungen von 15 und 20 Jahren stellen sicher, eine lange Zeit von den niedrigen Zinsen profitieren zu können – zugleich werden teure Anschlussfinanzierungen (die aus einem möglichen Zinsanstieg resultieren) verhindert.

Allerdings sollte die Zinsbindung auch nicht zu lange bemessen sein. Der Baugeldvermittler Hypothekendiscount teile kürzlich mit, Darlehen mit einer Zinsbindung von bis zu 40 Jahren anbieten bzw. vermitteln zu können. Ein solch lange Zinsbindung gilt jedoch als fraglich: Wer 40 Jahre lang ein Darlehen zurückzahlt, nimmt zwangsläufig eine hohe Zinslast in Kauf – zumal man schon konsequent an einer anfänglichen Tilgung von lediglich einem Prozent festhalten muss, um einen solch langen Rückzahlungszeitraum überhaupt zu erreichen.

Selbst niedrige Zinsen sollten nicht unbedingt 40 Jahre lang geleistet werden. Wer die anfängliche Tilgung mit 1,5 Prozent festsetzt, kann die Dauer der Rückzahlung signifikant verkürzen. Zumal man sehr jung sein müsste, um ein Darlehen mit einer solch langen Zinsbindung abschließen zu können – schließlich möchten die meisten Leute den Tag erleben, an dem sie schuldenfrei im Eigenheim wohnen. Zwar mag die niedrige Monatsrate verlockend sein, doch eine etwas höhere Tilgung macht zweifelsfrei Sinn.


 

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