In den vergangenen Wochen haben sich die Hypothekenzinsen nicht im Sinne angehende Bauherren und Käufer entwickelt. Teilweise kam es zu deutlichen Zinsanstiegen, d.h. etliche Finanzierungen haben sich dadurch verteuert – und dieser Trend könnte sich in den kommenden Jahren fortsetzen, schließlich waren die Zinssätze zuvor jahrelang gefallen und haben ein Niveau erreicht, das historisch gesehen, unglaublich attraktiv ist.

Besonders diejenigen, die erst in einen Jahren bauen oder kaufen möchten, blicken verunsichert in die Zukunft. Womöglich ziehen die Zinssätze für Baugeld in nächster Zeit weiterhin an, sodass die später erforderliche Finanzierung vergleichsweise teuer wird. Viele Interessenten stellen sich daher die Frage, ob es nicht möglich ist, eine Zinssicherung vorzunehmen.

Der Bausparvertrag ist noch lange kein Auslaufmodell

Diese Möglichkeit ist in der Tat gegeben. Ein sehr attraktives Instrument ist der Bausparvertrag. Er mag zwar altmodisch wirken, doch zur Sicherung gegenwärtiger Marktkonditionen ist er hervorragend geeignet. Direkt bei Abschluss wird nämlich ein Zinssatz festgelegt, der für das spätere Bauspardarlehen gilt – wie sich die Zinsen nach Vertragsabschluss entwickeln, spielt dann überhaupt keine Rolle mehr.

Attraktiv ist das Bausparen noch aus einem anderen Grund. Beim Festlegen der Konditionen reagieren die Bausparkassen relativ träge, d.h. Zinsanpassungen werden in größeren, z.B. vierteljährlichen Zeitabständen vorgenommen. Der Zinsanstieg der vergangenen Wochen wurde in den meisten Fällen noch gar nicht berücksichtigt, wodurch immer noch absolute Top-Konditionen verfügbar sind.

Allerdings ist anzumerken, dass es bei der Tarifauswahl ganz genau hinzusehen gilt. Nicht nur der Darlehenszins ist von Bedeutung – auch andere Dinge sind unbedingt zu berücksichtigen. Gerade bei Darlehen mit sehr niedrigen Zinssätzen werden von den Bausparkassen oft hohe Monatsraten festgesetzt. Im Vorfeld ist daher zu prüfen, ob man sich in der Lage befindet, diese Raten auch tatsächlich aufzuwenden.


 

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