Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins… – was in einem deutschen Volksmärchen so bildhaft funktioniert, sollten viele Verbraucher auch mit privaten Krankenzusatzversicherungen tun. Denn je weiter die nächste Stufe der Gesundheitsreform rückt und je mehr Leistungen aus den Katalogen der gesetzlichen Krankenversicherungen gestrichen werden, umso kräftiger blüht das Geschäft mit der privaten Gesundheitsvorsorge. Da aber einem großen Teil der Arbeiter und Angestellten der Weg in eine private Vollversicherung verwehrt wird, bleibt den Versicherungsgesellschaften nur noch ein Marktsegment – die private Zusatzversicherung. Deren Kernaufgabe besteht darin, die weggefallenen Leistungen zu ersetzen. Allerdings liegen in diesem Zusammenhang Sinn und Unsinn einzelner Verträge eng beieinander.

Viele Versicherer machen sich in diesem Bereich die Angst der Versicherten zunutze und bieten Verträge an, deren Nutzen für den Verbraucher höchst fraglich ist. Eine dieser Zusatzversicherungen ist zum Beispiel die Krankenhaustagegeldversicherung – da diese nur dann zum Tragen kommt, wenn der Patient wirklich in einer Klinik untergebracht wird, macht diese Form der Zusatzversicherung nach Meinung vieler Experten nur relativ wenig Sinn. Über welche zusätzlichen Versicherungen sollte man aber als Verbraucher in jedem Fall nachdenken? An vorderster Stelle steht hier die Auslandsversicherung, da eine Krankheit außerhalb der deutschen Grenzen immer eine äußerst heikle Angelegenheit ist, und das trotz der bilateralen Abkommen.

Vor dem Abschluss der Versicherung sollten aber in jedem Fall die Bedingungen der einzelnen Anbieter genau überprüft werden, denn auch hier gilt die Regel, dass nur durch einen Vergleich der Vertragsbedingungen der optimale Versicherungsschutz gewährleistet werden kann. Und vor der einen oder anderen eher unwichtigen Krankenzusatzversicherung sollte man vielleicht über eine Berufsunfähigkeits- oder Haftpflichtversicherung nachdenken.


 

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