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Beteiligungsformen für Privatanleger

Auf diesem Wege profitieren Sie von den Vorteilen der Fonds

Private Equity Fonds, die sich unmittelbar an Unternehmen, in der Regel mehrheitlich, beteiligen, werden von Investitions- und Finanzierungsspezialisten gemanagt. Aufgrund der hohen Mindestanlagesummen, die in der Regel bei 5 Mio. Euro bzw. US-Dollar liegen, war diese Anlageklasse jedoch jahrelang sogenannten institutionellen Investoren, wie Versicherungen und Pensionskassen vorbehalten.

Privatanlegern blieb der Zugang zu Private Equity, mangels speziell auf die Bedürfnisse dieser Investorengruppe abgestimmter Produkte, weitestgehend verschlossen. Erst Ende der Neunziger Jahre wurden in Deutschland die ersten Private Equity Dachfonds für Privatanleger aufgelegt. Durch die Bündelung der Investitionen zahlreicher Privatanleger können die hohen Mindestanlagesummen überwunden werden.

Weitere Vorteile einer Investition in einen Private Equity Dachfonds stellen die qualifizierte Fondsauswahl, das Liquiditätsmanagement und insbesondere die Risikostreuung dar. Sie können nur über die Investition in einen Dachfonds erreicht werden. Während in anderen Ländern insbesondere Penssionskassen schon seit Jahren in diese Anlageklasse investieren, ist Private Equity hierzulande als Form der Geldanlage nach wie vor größtenteils unbekannt.

Aufgrund dieser Unkenntnis wird Private Equity immer noch mit hohem Risiko verbunden. Einerseits wird es fälschlicherweise gleichgesetzt mit Venture Capital oder "Wagniskapital". Die Finanzierung junger Start-up Unternehmen stellt jedoch neben der Finanzierung etablierter Unternehmen über Buyout- oder Mezzaninefinanzierungen lediglich einen Teilbereich der Anlageklasse Private Equity dar.

Andererseits werden bei der Beurteilung des Risikos oft pauschale Aussagen gemacht, ohne zwischen den Risikoprofilen der der einzelnen Investitionsformen Direktbeteiligung, Fonds und Dachfonds zu unterscheiden. Sich an einem einzelnen Unternehmen zu beteiligen ist risikoreich. Da Private Equity Fonds hochspezialisiert arbeiten und sich auf bestimmte Bereiche oder Branchen konzentrieren, ist auch die Beteiligung an einem einzelnen Private Equity Fonds dem Privatanleger nicht zu empfehlen. Das Ausfallrisiko eines Dachfonds mit Investitionen in ca. 20 oder mehr Zielfonds hingegen liegt aufgrund der breiten Streuung faktisch bei Null. Zwar fallen für die durch den Dachfonds erbrachten Leistungen (Fondsauswahl, Liquiditätsmanagement, Beteiligungscontrolling, Verwaltung) für den Anleger zusätzliche Kosten an, die erwartete Rendite liegt jedoch selbst nach Abzug dieser Kosten noch deutlich im zweistelligen Bereich. Private Equity Dachfonds erzielen mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% eine Kapitalsteigerung um das 1,5- bis 2-fache.

Das zentrale Qualitätskriterium eines Dachfondsmanagements ist neben der Fondsauswahl die richtige Diversifizierung. Durch zielgerichtete Streuung werden mögliche negative Entwicklungen innerhalb einzelner Sektoren minimiert.

Die Investitionen von Privatanlegern in einen Dachfonds sollten daher nach einem sicherheitsorientierten Balanced Portfolio Konzept über verschiedene Finanzierungsanlässe (z. B. 40-45% Buyout, 30% Mezzanine, 25-30% Venture), Regionen (z. B. Europa, USA, Asien) und Lancierungsjahre gestreut werden. Innerhalb des jeweiligen Segments sollten im Rahmen eines strukturierten Selektionsprozesses die künftigen Top-Performer identifiziert werden. Die Renditen eines Balanced Private Equity Portfolios können zwar nicht mit den Traumrenditen erfolgreicher Venture Capital Fonds zwischen 50 und 70% pro Jahr konkurrieren. Dafür ist die Ausfallwahrscheinlichkeit aber faktisch bei Null. Die durchschnittliche Renditeerwartung für einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren und länger liegt bei ca. 14–17% pro Jahr.

 

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  • Außerordentlich hohe Renditen: In den letzten 50 Jahren durchschnittlich 16% p.a.
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