Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherer beliefen sich im Jahr 2007 auf knapp 30 Mrd. Euro. Dies teilt der Verband der privaten Krankenversicherung auf seiner Internetseite mit. Die insgesamt 46 Mitgliedsunternehmen, von denen 20 als Verein und 26 als Aktiengesellschaft agierten, boten den Angaben zufolge mehr als 8,5 Millionen Menschen privaten Versicherungsschutz. Mehr als neun Millionen Menschen waren darüber hinaus in der privaten Pflegeversicherung versichert. Auch Krankenzusatzversicherungen werden von vielen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch genommen: Rund 20 Millionen Policen wurden im Jahr 2007 unterhalten. Der Verband rechnet hier mit weiterem Wachstum, da der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse im Zuge der verschiedenen Gesundheitsreformen tendenziell abnimmt. Das Volumen der Altersrückstellungen der privaten Krankenversicherer belief sich im Jahr 2007 auf 123,5 Mrd. Euro.

Die PKV ist damit eine sehr wichtige Säule der deutschen Gesundheitsversorgung geworden. Sie dürfte in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, da viele Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung mit den Leistungen dort nicht zufrieden sind und einen Wechsel in die PKV in Erwägung ziehen. Der Wechsel in die PKV ist möglich, wenn ein Einkommen oberhalb der Grenze zur Versicherungspflicht erzielt wird. Diese liegt bei etwas mehr als 48.000 Euro. Der Wechsel zahlt sich insbesondere für junge und gesunde Versicherte aus, da diese für die PKV, die ihre Beiträge nicht abhängig vom Einkommen der Versicherten erhebt, ein geringes Kostenrisiko darstellen und so von günstigen Tarifen profitieren können. Mit steigendem Eintrittsalter steigen jedoch auch die Prämien deutlich an.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share