Lupe zeigt die Entwicklung des Marktes

Als vor Jahren die Niedrigzinsphase ihren Lauf nahm, nutzten viele Menschen die „Gelegenheit“, um sich die Niedrigzinsen mittels Bausparvertrag für später zu sichern. Kaum jemand hätte gedacht, dass die Zinsen noch weiter sinken. Als Folge sind viele Bausparer verunsichert. Die einst abgeschlossenen Bausparverträge sind längst zuteiligungsreif. Allerdings erscheinen die damals vereinbarten Zinsen für ein Bauspardarlehen heutzutage als relativ teuer. Oft ist unklar, wie am besten verfahren wird.

Viele Betroffene möchten wissen, ob sie das Bauspardarlehen aufnehmen sollen oder es stattdessen besser sein lassen. Eine pauschale Empfehlung lässt sich jedoch nur schwer aussprechen, weil es ganz auf den jeweiligen Einzelfall ankommt. Je nach Situation können die möglichen Konditionen enorm schwanken, sodass detailliert zu prüfen ist, welche Lösung sich empfiehlt.

Bauspardarlehen nicht ungeprüft beantragen

Es gibt Bausparer, die ein Eigenheim erwerben und ihr Bauspardarlehen schon aus Prinzip aufnehmen – schließlich haben sie über Jahre hinweg in den Bausparvertrag eingezahlt und außerdem eine Abschlussgebühr entrichtet. Da scheint es unlogisch zu sein, das Darlehen nicht abzurufen.

Doch am Ende kommt es auf die Konditionen an. Weshalb sollte man z.B. ein Bauspardarlehen mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent aufnehmen, wenn ein konventionelles Hypothekendarlehen mit 1,5 Prozent zu haben ist? Der höhere Zinssatz würde zu erheblichen Mehrkosten führen, die gar nicht sein müssten. Selbst wenn der Unterschied zwischen den Zinssätzen auf den ersten Blick nicht so groß aussieht, kann er gravierende Auswirkungen auf die Gesamtkosten der Finanzierung haben.

Den Bausparvertrag auszahlen lassen

Sofern es günstiger ist, die Immobilie über ein anderes Darlehen zu finanzieren, wird der einst abgeschlossene Bausparvertrag nicht mehr benötigt. Dann ist es möglich, das gesparte Geld als Eigenkapital in die Finanzierung einzubringen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass das Bausparguthaben meist nicht unmittelbar ausgezahlt wird. Bei vielen Bausparkassen gilt eine Wartezeit, die sich über mehrere Monate erstreckt. Deshalb ist es ratsam, möglichst rasch zu handeln, nachdem eine Entscheidung getroffen wurde. Nur so lässt sich sicherstellen, dass das Bausparguthaben rechtzeitig ausgezahlt ist und für die Finanzierung als Eigenkapital zur Verfügung steht.

Wenn keine Eile besteht: Bausparguthaben als Geldanlage nutzen

Es kommt vor, dass der Bausparvertrag zuteilungsreif ist, aber weder das Bauspardarlehen noch das Bausparguthaben unmittelbar benötigt werden. In solch einem Fall bietet es sich an, erst einmal abzuwarten. Vor allem wenn das Bausparguthaben relativ hoch verzinst wird, stellt der Bausparvertrag eine interessante Form der Geldanlage dar. Andere sichere Anlageformen, wie z.B. Tagesgeld oder Festgeld, können im Vergleich mit älteren Bausparverträgen nicht mithalten.

Experten prüfen Ihren Bausparvertrag

Sie haben einen älteren Bausparvertrag und wissen nicht, ob Sie ihn bei Ihrer Immobilienfinanzierung einsetzen sollen? Unsere unabhängigen Experten prüfen gerne, welche Möglichkeiten bestehen und welche Entscheidung aus finanzieller Sicht am sinnvollsten ist. Sofern Sie einen Vergleichszins benötigen bzw. herausfinden wollen, welche Konditionen bei den Banken locken, helfen wir ebenfalls gerne weiter.

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