Modellhaus auf gemischten Euroscheinen

Im Geschäft mit der Vergabe von Immobiliendarlehen herrscht ein ausgeprägter Wettbewerb. Die Banken suchen daher zunehmend nach Wegen und Möglichkeiten, um sich von ihren Mitbewerbern abzuheben und somit für potentielle Kunden noch attraktiver zu werden. Allerdings sollten angehende Darlehensnehmer entsprechende Besonderheiten nicht überbewerten.

So hat beispielsweise die ING-Diba vor kurzem die so genannte Video-Legitimation eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine Alternative zum Post-Ident Verfahren – schließlich müssen Antragsteller gegenüber der Bank zunächst nachweisen, dass sie auch die Personen sind, als die sie sich ausgeben. Die Besonderheit der Video-Legitimation ist der Vorteil, nicht extra eine Postfiliale aufsuchen zu müssen, stattdessen wird der Ausweis in eine Webcam gehalten.

Auf niedrige Finanzierungskosten achten

Derartige Neuheiten mögen für so manch angehenden Darlehensnehmer zwar reizvoll klingen, jedoch sollten sie nicht primär darüber entscheiden, über welchen Anbieter finanziert wird. Schließlich geht es bei der Immobilienfinanzierung um richtig viel Geld. Bauherren und Käufer nehmen im Schnitt rund 170.000 Euro auf – bei solch großen Beträgen sind in erster Linie die Zinssätze entscheidend, damit die Kosten der Finanzierung so niedrig wie möglich bleiben.

Letztlich ist die Video-Legitimation nur ein Beispiel von vielen. So gibt es zum Beispiel immer noch sehr viele Menschen, die am liebsten über ihre Hausbank finanzieren. Die örtliche Nähe zur Bank gibt ihnen ein Gefühl von Vertrauen. Dieses Vertrauen wird jedoch oft überbewertet, denn auch Direktbanken arbeiten zuverlässig und tadellos, schließlich unterliegen sie derselben Bankenaufsicht. Sinnvoller ist es daher, sich auf die Konditionen zu konzentrieren. Selbst geringfügige Zinsunterschied können eine enorme Auswirkung haben und dazu führen, dass im Lauf der Jahre beträchtliche Summen eingespart werden.


 

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