Ausblick: Entwicklung der Hypothekenzinsen im Jahr 2022

Ausblick: Entwicklung der Hypothekenzinsen im Jahr 2022

Ein neues Kalenderjahr hat begonnen, weshalb es für uns an der Zeit ist, einen Ausblick auf die Entwicklung der Hypothekenzinsen zu wagen. Wir haben verschiedene Einflussgrößen herangezogen und ein Gesamtbild gezeichnet. Nachfolgend teilen wir unsere Prognose hinsichtlich der Bauzinsen im Jahr 2022.

Faktor 1: Coronapandemie

Entgegen der Vermutung zahlreicher Bauherren und Käufer hat sich die Coronapandemie bislang nur geringfügig auf den Immobilien- und Zinsmarkt in Deutschland ausgewirkt. Ein Einbruch der Nachfrage ist nämlich nicht festzustellen. Wohneigentum ist weiterhin gefragt, in vielen Regionen übersteigt die Nachfrage das Angebot. Eine Änderung ist nicht in Sicht, Häuser und Wohnungen zur Eigennutzung bleiben – sofern sich die Rahmenbedingungen nicht deutlich verändern – äußerst begehrt.

Faktor 2: Wettbewerb zwischen den Banken

Eine hohe Nachfrage nach Wohneigentum bedeutet gleichermaßen ein starkes Interesse an Immobilienfinanzierungen. Die Auslastung der Banken spiegelt dies wieder, die Geldinstitute haben alle Hände voll zu tun. Entsprechend hält sich der Wettbewerbsdruck und damit die Bereitschaft zur Absenkung der Margen in Grenzen. In anderen Worten: Für die Banken gibt es derzeit keinen Grund, ihre Margen (und damit indirekt die Hypothekenzinsen) zu senken.

Faktor 3: Verhalten der Notenbanken

Die größte Veränderung ist im Feld der internationalen Zinspolitik festzustellen. Häufiger und lautstärker denn je sprechen sich Politiker sowie auch Vertreter der Notenbanken für Zinserhöhungen aus. Insbesondere die USA preschen nach vorne, die FED will ihren Leitzins im Jahresverlauf mehrfach erhöhen.

Die europäische Zentralbank (EZB) zeigt allerdings Zurückhaltung, am liebsten würde sie die Leitzinsen unverändert lassen. Jedoch nimmt der Druck aus den Reihen der Politik zu, vor allem deutsche Politiker wünschen sich eine Anhebung des Leitzinses. Ob sich die EZB darauf einlässt, bleibt jedoch abzuwarten.

Zinsausblick für das Jahr 2022

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist enorm, bei einem zugleich geringen Wettbewerbsdruck zwischen den Banken. Demnach erscheinen Zinssenkungen, die vom Marktverhalten geprägt sind, als unwahrscheinlich. Zugleich ist in der internationalen Zinspolitik eine Kehrtwende zu erkennen.

Sollte auch die EZB den Leitzins anheben, wird das am Baugeld nicht spurlos vorbeigehen. Die Zeiten anhaltend fallender Hypothekenzinsen sind damit wohl erst einmal vorbei. Wir können uns daher gut vorstellen, dass Baugeld im Jahresverlauf teurer wird.

Doch keine Sorge, ein drastischer Zinsanstieg ist unwahrscheinlich. Allzu stark können die Notenbanken nämlich nicht an der Zinsschraube drehen, dies würde die einzelnen Volkswirtschaften zu sehr gefährden. Ein erheblicher Anstieg der Bauzinsen ist damit unwahrscheinlich.

Unsere Empfehlung für angehende Darlehensnehmer

Günstiger wird es voraussichtlich nicht mehr, eher wird das Baugeld teurer. Wer am Zug ist und sich eine Finanzierung für das laufende Jahr sichern möchte, sollte daher nicht zögern. Frühes Handeln erscheint im Hinblick auf einen möglichen Zinsanstieg als empfehlenswert.

Noch wichtiger ist es jedoch, die Konditionen der einzelnen Banken zu vergleichen. Je nach Geldinstitut können für denselben Darlehensbetrag höchst unterschiedliche Zinssätze gefordert werden. Wer clever ist und den Markt durchleuchtet, kann einen erheblichen Zinsvorteil damit eine satte Ersparnis bei der Immobilienfinanzierung erzielen.

Hierbei leisten wir gerne Unterstützung. Unsere Berater arbeiten für Sie ein maßgeschneidertes Finanzierungskonzept aus, um anschließend die aktuellen Darlehenskonditionen von über 600 Finanzierungspartnern auszuwerten. Dies ist der zielsichere Weg zu einer günstigen Baufinanzierung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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