Lange Zeit wurde darüber gerätselt, wie tief die Zinsen für Immobiliendarlehen noch sinken können. Mittlerweile scheint klar zu sein, dass der Zinsmarkt seinen Tiefpunkt gefunden hat: In den letzten Wochen hat er nämlich spürbar angezogen.

Einige potentielle Darlehensnehmer mögen sich hierüber ärgern. Allerdings ist die eigentliche Entwicklung gar nicht so schlimm, denn Baugeld ist schlussendlich immer noch äußerst günstig. Zumal die Zinsentwicklung klar gemacht hat, dass die Zinsmärkte auch eine andere Richtung kennen. Folglich scheint es umso sinnvoller zu sein, die gegenwärtig so niedrigen Zinsen für lange Zeit zu sichern.

Die meisten Bauherren und Käufer setzen bei der Immobilienfinanzierung auf Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Generell ist dies eine gute Wahl, weil somit keine all zu lange Bindung eingegangen wird und zugleich trotzdem genug Sicherheit besteht, um den Restschuldbetrag spürbar zu verringern.

Allerdings darf der Zeitraum nicht überschätzt werden: Nach 10 Jahren kann immer noch ein äußerst stattlicher Restschuldbetrag existieren – und zugleich besteht das Risiko, dass die Hypothekenzinsen in einem Jahrzehnt deutlich höher als heute stehen. Angesichts dieses Risikos sollten sich angehende Darlehensnehmer gut überlegen, ob es für sie nicht vernünftiger wäre, sich für eine Zinsbindung von 15 oder gar 20 Jahren zu entscheiden.

Selbstverständlich handelt es sich hierbei um einen sehr langen Zeitraum. Anderseits ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass die Zinsen in 10 Jahren noch niedriger stehen – eher dürften sie steigen. Genau deshalb scheint es vernünftig zu sein, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und sich bewusst für eine lange Zinsbindung zu entscheiden. Außerdem liegen die Mehrkosten nicht hoch. Wer günstig finanzieren möchte, sollte lieber umfassend vergleichen und sich für eine zinsgünstige Direktbank entscheiden.


 

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