In Deutschland sind die Menschen regelrechte Versicherungsmuffel. Um die meisten Versicherungsprodukte wird ganz bewusst ein großer Bogen gemacht, weil nämlich kein Interesse daran besteht, die Beiträge zu entrichten. Auf so manchen Schutz wird bewusst verzichtet, da man sich beim Konsum sonst einschränken müsste.

Allerdings gibt es einige Versicherungen, die einfach nicht fehlen dürfen. Hierzu zählt auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ist vergleichsweise unbeliebt, weil ein monatlicher Beitrag fällig wird, der in seiner Höhe nicht zu unterschätzen ist. Je nach Beruf kann es durchaus vorkommen, dass Beiträge von bis zu 200 Euro im Monat fällig werden. Im Durchschnitt zahlen Versicherungsnehmer rund 50 bis 80 Euro im Monat.

Aufgrund dieser Kosten verzichten viele Personen ganz bewusst. Im Prinzip ist dies schade, denn letztlich ist dieser Schutz sehr wichtig. Außerdem müsste eine Berufsunfähigkeitsversicherung gar nicht so teuer sein. Wie hoch der monatliche Beitrag bemessen ist, hängt nämlich nicht nur vom Beruf sowie der gewählten Absicherung ab. Auch der Eintrittsbeginn spielt eine bedeutende Rolle. Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto niedriger ist der Beitrag.

Wenn ein Berufseinsteiger im Alter von 20 Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, zahlt er verständlicherweise deutlich weniger als ein Berufstätiger, der bereits 40 Jahre alt ist. Im Grunde hat der junge Mensch ganze 20 Jahre Vorsprung, auf welche der Beitrag verteilt werden kann. Infolge ist die monatliche Belastung deutlich niedriger bemessen – und zwar bis zum Ende der Laufzeit.

Daher kann allen jungen Menschen nur dazu geraten werden, den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht auf die lange Bank zu schieben. Einem Azubi mag diese Entscheidung nicht immer leicht fallen, weil sich die Versicherungs mit ihrem niedrigen Beitrag dennoch auf das Einkommen auswirkt. Aber der finanzielle Vorteil, der sich auf lange Sicht ergibt, ist einfach enorm bemessen.


 

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