Male Hands Holding Pen and Pad of Paper With House Drawing Over Empty Grass Field and Sky.

Wer ein Einfamilienhaus bauen möchte, benötigt den passenden Bauplatz. Doch ein gutes Grundstück ist nicht immer leicht zu finden, bei der Suche sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen und es lauern mehrere Fallstricke. Außerdem sind nicht nur Lage und Preis von Bedeutung. Die wichtigsten Punkte, die angehende Bauherren bei er Suche nach dem perfekten Bauplatz berücksichtigen sollten, haben wir in der nachfolgenden Checkliste zusammengetragen.

Existieren grundbuchrechtliche Einschränkungen?

Der frühe Blick in einen aktuellen Grundbuchauszug schadet nie. Womöglich bestehen grundbuchrechtliche Einschränkungen, die äußerst kritisch sind. Wohnrechte sind meist noch das kleinere Problem, weil sie vor dem Erwerb häufig gelöscht werden können. Anders sieht es mit Leitungsrechten (z.B. für regionale Versorgerbetriebe) aus – die bleiben bestehen und könnten eines Tages zur Einschränkung werden.

Handelt es sich um ein Grundstück mit Erbbaurecht?

Am Markt werden Grundstücke angeboten, die an ein Erbbaurecht gekoppelt sind. In solchen Fällen werden Sie gar nicht tatsächlicher Eigentümer, stattdessen räumt Ihnen der Eigentümer ein Nutzungsrecht ein. Mit einer Dauer von 50 oder gar 100 Jahren ist das zwar lang genug bemessen, aber da ein jährlicher Erbbauzins fällig wird, kann solch ein Grundstück auf lange Sicht hohe Kosten nach sich ziehen.

Besteht ein Bauzwang?

Womöglich gibt es einen Bebauungsplan, der einen Bauzwang vorsieht. Für Sie als Käufer kann dies bedeuten, auf dem Grundstück bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Gebäude errichtet haben zu müssen. Prinzipiell muss ein Bauzwang nicht schlimm sein, doch manchmal liegt der Termin für Baubeginn oder Fertigstellung recht nahe. Wer zunächst ein Grundstück kaufen und es erst einige Jahre später bebauen möchte, muss ggf. auf einen anderen Bauplatz ausweichen.

Ist das Grundstück bereits erschlossen?

Ein Grundstück gilt als erschlossen, wenn unmittelbare Anschlüsse an das Stromnetz, die Wasserversorgung und die Kanalisation bestehen. So manches Baugrundstück ist noch nicht erschlossen, was für den Käufer erhebliche Zusatzkosten bedeuten kann. Manchmal ist die Erschließung bereits erfolgt, aber die Kosten sind dennoch vom Grundstückskäufer zu tragen. Damit auf Sie als Käufer keine unerwarteten Kosten zukommen, sollten Sie unbedingt prüfen, wie es um die Erschließung und die damit verbundenen Kosten steht. Im Idealfall ist der Bauplatz bereits erschlossen und die Kosten wurden in voller Höhe vom Eigentümer übernommen.

Was bildet die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer?

Wer Grund und Boden erwirbt, wird vom Fiskus zur Kasse gebeten. Es fällt die Grunderwerbsteuer an, die je nach Bundesland 3,5 bis 6 Prozent des Kaufpreises beträgt. Die Bemessungsgrundlage ist im Regelfall der Kaufpreis, wobei im Bereich der Bauplätze eine Ausnahme existiert. Sollte der Kaufvertrag über das Grundstück zusammen mit dem Bauvertrag geschlossen werden, droht womöglich ein satter Kostenaufschlag, weil das Finanzamt die gesamten Baukosten anstatt des Grundstückpreises als Bemessungsgrundlage heranziehen kann. Zugleich kommt es auch darauf an, mit wem die einzelnen Verträge geschlossen werden. Wer mit dem Bau unmittelbar beginnen möchte, sollte sich zunächst informieren und rechtlich absichern. Ansonsten droht die Zahlung einer unnötig hohen Grunderwerbsteuer.

Unterstützung bei Ihrer Grundstücksfinanzierung

Dies waren die wichtigsten Aspekte, die bei der Suche nach dem idealen Bauplatz zu berücksichtigen sind. Sobald es um die Grundstücksfinanzierung geht, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Wir können Darlehenskonditionen von mehr als 400 Banken auswerten und Ihnen somit Zugang zu einer günstigen Finanzierung verschaffen. Die Beratung ist kostenfrei und unverbindlich, Sie gehen also kein Risiko ein. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 

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