Es wird immer wieder gerne behauptet, dass sich die Anschaffung und Finanzierung eines Eigenheims auf jeden Fall lohnt, da sich auf diesem Weg die Mietzahlungen umgehen lassen. Anstatt Miete zu bezahlen und nach vielen Jahren nichts zu besitzen, sei es besser, ein Eigenheim zu erwerben und dieses zu finanzieren.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Sonntag schrieb, geht diese Rechnung jedoch längst nicht immer auf. Bei einer monatlichen Miete von 1.000 Euro werden inklusiver der üblichen Mietanpassungen im Lauf des Lebens rund 588.000 Euro an Mietzahlungen geleistet. Wird dieser Betrag auf eine Baufinanzierung mit einem Zinssatz von fünf Prozent umgelegt, beläuft sich der eigentliche Darlehensbetrag auf 273.000 Euro. So gesehen wäre der Erwerb eines Eigenheims also durchaus möglich, jedoch müsste man wohntechnisch gesehen deutliche Abstriche in Kauf nehmen.

Dies soll aber nicht heißen, dass es verkehrt wäre, Wohneigentum zu erwerben. Im selben Artikel weist die Zeitung darauf hin, wie sehr es auf den Einzelfall und die Gestaltung der Finanzierung ankommt. Zahlreiche Faktoren wie beispielsweise der Standort der Immobilie, Art der Immobilie, Finanzierungsgestaltung etc. nehmen auf die Gesamtkosten einen immens hohen Einfluss. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass rund 70 Prozent der Wohneigentümer über ein unzureichendes Wissen im Bezug auf das Thema Baufinanzierung verfügen – so gesehen sind viele Probleme auch hausgemacht, beispielsweise weil auf ungeeignete Finanzierungskonzepte gesetzt wird.

Deshalb ist es für angehende Immobilieneigentümer umso wichtiger, sich erst einmal grundlegend zu informieren, damit letzten Endes die richtige Entscheidung getroffen werden kann.


 

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