Energieeffizienz steigern: Fördermöglichkeiten und günstige Finanzierung für Sanierungen

Bauvorhaben sind teurer denn je, was die energetische Sanierung von Bestandsobjekten umso reizvoller macht. Bei guter Umsetzung lassen sich sanierte Bestandsimmobilien wunderbar bewohnen. Aber die Kosten liegen hoch, weshalb es umso wichtiger ist, clever zu finanzieren und Fördermöglichkeiten zu nutzen.

Energieeffizienz steigern: Fördermöglichkeiten und günstige Finanzierung für Sanierungen

Gründe für die energetische Sanierung

Für den Erwerb einer Immobilie aus dem Bestand mit anschließender energetischer Sanierung sprechen mehr Gründe denn je.

  • Verfügbarkeit: In den meisten Regionen sind Bauplätze rar, was die Realisierung von Bauvorhaben umso schwieriger macht. Im Vergleich sind Bestandsobjekte leichter zugänglich.
  • Kosten: Ältere Bestandsobjekte gibt es im Vergleich zu Neubauten mit deutlichem Preisabschlag. So lässt sich der Traum vom Eigenheim mit einem geringeren Budget realisieren. Zugleich können bei energetischer Sanierung sowie Modernisierung oft umfassende Eigenleistungen erbracht werden, was die Kosten senkt.
  • Grundstücksgröße: Die verfügbaren Flächen in Neubaugebieten werden von Jahr zu Jahr kleiner. Wer sich für eine Bestandsimmobilie entscheidet, erhält oftmals deutlich mehr Gartenfläche.
  • Nachhaltigkeit: Die verlängerte Nutzung von Immobilen aus dem Bestand ist nachhaltiger als solche Objekte abzureißen, um anschließend neu zu bauen. Ist die energetische Sanierung abgeschlossen, liegen die künftigen Betriebskosten ein ganzes Stück niedriger.
  • Förderung: Der Staat hat die Vorteile der energetischen Sanierung erkannt und fördert sie kräftig. Damit lockt Eigentümern eine satte Ersparnis.

Maßnahmen und Kosten

Die energetische Sanierung lässt sich auf vielerlei Weise angehen. Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn möglichst alle empfehlenswerten Maßnahmen angegangen werden. Andernfalls würden Einzelmaßnahmen zwar zu einer Verbesserung führen, aber das erzielte Ergebnis wäre keineswegs optimal. Angenommen jemand dämmt die Fassade und setzt neue Fenster ein, lässt aber das Dach aus. In solch einem Fall kann immer noch viel Wärmeenergie entweichen.

Dies bedeutet nicht, gleich eine Komplettsanierung vornehmen zu müssen, tendenziell ist solch ein Schritt jedoch zu empfehlen. Andernfalls sind Einzelmaßnahmen anzuraten, verbunden mit der Zielsetzung, später noch mehr zu machen, um letztlich das volle Potenzial auszuschöpfen.

Hier ein Überblick der wichtigsten Maßnahmen für eine verbesserte Energieeffizienz bei Wohngebäuden.

  • Fassadendämmung: Die Fassade wird nachträglich gedämmt (üblicherweise per Außendämmung), damit weniger Wärmeenergie über die Außenwände entweicht.
  • Fenster und Haustür: Selbst bei gut isolierten Wänden kann über die Fenster noch viel Wärme verloren gehen. Moderne Fenster mit 3-fach-Verglasung machen sich bemerkbar. Als positiver Nebeneffekt wird meist auch die Schalldämmung verbessert.
  • Dach: Über ein ungedämmtes Dach kann besonders viel Wärme entweichen. Entsprechend besteht auch hier die Notwendigkeit, eine Dämmung anzubringen.
  • Heizung: Hier geht es meist um Effizienzverbesserungen sowie die Möglichkeit, auf einen anderen Energieträger umzusteigen. Doch aufgepasst, die Heizung muss zum Gebäude passen. Vor allem Wärmepumpen sind bei bestimmten Altbauten nicht immer geeignet.

Neben diesen „Big Four“ der energetischen Sanierung existieren noch weitere Maßnahmen, die zu Effizienzverbesserungen führen können.

  • Lüftungsanlage: Durch effizienteres Lüften wird zusätzlich zusätzlich Energie eingespart. Darüber hinaus wird Feuchtigkeit besser abtransportiert, was zum Erhalt der Bausubstanz beitragen kann.
  • Kellerdecke: In einigen Häusern wird ein beachtlicher Teil der Wärmeenergie von der Kellerdecke in die Kellerräume abgeführt. Mittels gezielter Dämmung lässt sich dieser Effekt verringern.
  • Kellerwände: Das nachträgliche Dämmen der Kellerwände rechnet sich aus finanzieller Sicht im Regelfall nicht. Doch in Verbindung mit weiteren Maßnahmen, wie z.B. dem Abdichten der Wände und der Verlegung einer Drainage, kann es sich durchaus lohnen.
  • Erneuerbare Energien: Die Installation von Photovoltaik oder Solarthermie steigert die ökologische Nachhaltigkeit der Immobilie und kann auf lange Sicht für eine Kostenersparnis sorgen.

Bereits die Umsetzung weniger Modernisierungsmaßnahmen kann zu Kosten im sechsstelligen Bereich führen. Die genauen Kosten hängen von der jeweiligen Maßnahme sowie den Besonderheiten des Gebäudes ab. Ebenso haben Unterschiede bei Materialien und Ausführung der Arbeiten erheblichen Einfluss auf die Modernisierungskosten.

Deshalb sollten sich potentielle Immobilienkäufer und erstrecht Eigentümer im Vorfeld kompetent beraten lassen. Es empfiehlt sich, mehrere Experten zu befragen und Sanierungsangebote einzuholen. Wer die richtigen Entscheidungen trifft, saniert wirksamer und spart dabei sogar noch Geld.

Mit Fördermitteln die Sanierungskosten senken

Da Wohnraum knapp ist und Altbauten mit Modernisierungsrückstand viel Energie verbrauchen, wird die energetische Sanierung vom Staat intensiv gefördert. Folgende Fördermittel stehen bereit.

  • Zinsvergünstigtes Förderdarlehen: Das Förderdarlehen gibt es zum zinsvergünstigten Zinssatz.
  • Tilgungsnachlass: Bei diesem Darlehen braucht der Darlehensnehmer nicht den gesamten Kreditbetrag zurückzahlen, woraus sich ein finanzieller Vorteil ergibt.
  • Zuschuss: Der Eigentümer bezahlt die Modernisierungsmaßnahme zunächst selbst, anschließend erhält er einen festen oder prozentualen Zuschuss.

Folgende Stellen bieten Fördermittel an:

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • Landesprogramme und regionale Förderer, wie Städte und Gemeinden

Es sind nur Vorhaben und Maßnahmen förderbar, die geltende Förderbedingungen erfüllen. Im Hinblick auf das Förderangebot von BAFA und KfW ist zwischen zwei Sanierungsformen zu unterscheiden.

Da ist zunächst die Komplettsanierung, die von der KfW gefördert wird. Im Allgemeinen gilt: Je besser die Energieleistung des Gebäudes nach abgeschlossener Sanierung, desto höher die Förderung. Gefördert wird allerdings nur die vollständige Sanierung, Einzelmaßnahmen hingegen nicht. Letztere, wie z.B. ein Austausch der Heiztechnik, werden vom BAFA gefördert.

Interessenten sollten sich gründlich informieren und alle Details berücksichtigen. So ist es z.B. oft notwendig, Förderanträge vor Umsetzung der Maßnahmen zu stellen. Später durchgeführte Maßnahmen sind üblicherweise nicht förderfähig. Ebenso können Zuschüsse gedeckelt oder zeitlich begrenzt sein, weil beispielsweise innerhalb eines Kalenderjahres nur ein bestimmter Maximalbetrag bezuschusst wird.

Mit passender Finanzierung die Sanierung ermöglichen

Zahlreiche Modernisierer und Sanierer nehmen ergänzende Darlehen auf. Entscheidend ist hier das Gesamtkonzept, sprich das Zusammenspiel von Bankdarlehen und Fördermitteln. Nur so gelingt es, das Vorhaben zu stemmen und die Kosten auf ein absolutes Minimum zu senken.

Ein gutes Beispiel ist die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen, die erst nach Abschluss per Zuschuss gefördert werden. Hier ist ein ausreichend hoher Darlehensbetrag nötig, um zunächst sämtliche Kosten abzudecken. Nach Erhalt des Förderzuschusses sollte es möglich sein, diesen z.B. als Sondertilgung in die Finanzierung einfließen zu lassen.

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