Businessman Doing Calculating

Die Landflucht hält an, viele Deutsche zieht es weiterhin in die Städte. Insbesondere die Metropolstädte erfahren einen großen Zulauf, was nicht zuletzt den guten Jobmöglichkeiten geschuldet ist. Allerdings ist diese Entwicklung nicht ohne Auswirkungen auf die Immobilienpreise geblieben. In den vergangenen zehn Jahren haben die Preise für Wohneigentum drastisch angezogen.

Wer heute eine Wohnung oder gar ein Haus in Städten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, München oder Stuttgart kaufen möchte, sollte über große Ersparnisse oder ein entsprechend hohes Einkommen verfügen. Seit Jahren kannten die Preise nur eine Richtung, weshalb entsprechende Wohnobjekte für einen mittlerweile großen Teil der Bevölkerung unerschwinglich geworden sind.

Hohe Immobilienpreise in den Metropolstädten

So überrascht es nicht, dass längst eine Verlagerung stattgefunden hat. Die Menschen zieht es vermehrt in die Speckgürtel der Großstädte, weil dort die Immobilienpreise noch etwas niedriger sind. Echte Schnäppchen lassen sich aber auch dort kaum noch machen, Bauherren und Käufer müssen ebenfalls tief in die Tasche greifen.

Für private Käufer kommt erschwerend noch hinzu, dass sie im Wettbewerb mit großen Investoren stehen. Gleich mehrere deutsche Metropolstädte zählen zu den begehrtesten Pflastern für Immobilienanleger in Europa. Zwar haben es die institutionellen Anleger vorrangig auf Gewerbeobjekte abgesehen, doch in den letzten Jahren hat auch der Wohnungsmarkt vermehrt die Aufmerksamkeit der Profis auf sich gezogen.

Wie „Spiegel Online“ mit Verweis auf eine aktuelle Untersuchung schreibt, sind die professionellen Anleger jedoch vorsichtiger geworden. Wie aus einer Befragung von über 800 Immobilienprofis hervorgeht, halten viele den deutschen Markt für überteuert. Dies kann auch als Warnung für private Bauherren und Käufer erachtet werden: Wer jetzt zuschlägt, kauft zu Höchstpreisen.

Einige Marktbeobachter trauen sich sogar, Begriffe wie Immobilienblase oder Preisblase in den Mund zu nehmen. In anderen Worten: einige Experten halten es für möglich, dass es zu einem Preiseinbruch kommt und Objekte wieder günstiger werden. Allerdings ist dies nicht die weitläufige Meinung der Experten. Viele meinen, dass die Preise nicht mehr steigen werden, mit Preisrückgängen rechnen sie hingegen nicht.

Weiterer Anstieg bei den Mieten erwartet

Anders wird hingegen die Entwicklung der Mietpreise eingeschätzt. Zahlreiche Experten vertreten die Ansicht, dass das Ende der Preisstange noch nicht erreicht ist. Entsprechend könnten die Mietpreise in den nächsten Jahren weiterhin anziehen. Dabei sind die Mieten zuletzt erheblich gestiegen, selbst für kleinste Wohnungen werden Städten wie München oder Hamburg äußerst hohe Mietpreise ausgerufen.

Zahlreiche Kaufinteressenten fühlen sich wegen dieses Umstands unter Druck gesetzt. Auf der einen Seite scheuen sie den Kauf von Eigenheimen, andererseits sind steigende Mietpreise zu erwarten. Entsprechend hoch kann der Druck sein, sich doch für den Eigenheimerwerb zu entscheiden.

Objektsuche ist entscheidend

Trotz der gegenwärtig hohen Immobilienpreise muss ein Kauf nicht schlecht sein. Im Gegenteil: Er bietet die Chance, dem Anstieg der Mietpreise dauerhaft zu entrinnen und damit auch einen Grundstein für mehr finanzielle Sicherheit im Alter zu legen. Außerdem kommt es in erster Linie darauf an, wo und zu welchen Konditionen ein Eigenheim erstanden wird. Viele Objekte mögen zwar teuer sein, doch es können sich auch Schnäppchen am Markt finden.

Zugleich ist die Situation am Finanzierungsmarkt immer noch erfreulich. Zwar haben die Zinsen bereits angezogen, doch insgesamt ist das Baugeld weiterhin sehr günstig. Einige Bauherren und Käufer haben sogar Anspruch auf das neue Baukindergeld, wodurch sich die Kosten des Eigenheimerwerbs zusätzlich absenken lassen. Bei Fragen rund um Finanzierung und Förderung helfen wir gerne weiter.

 

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