Financial graphs on the computer monitor

Die Corona-Krise zeigt deutliche Auswirkungen auf die Immobilien- und Zinsmärkte. Deshalb ist es an der Zeit, unserem Zinsausblick 2020 ein Update zu verpassen. Nachfolgend teilen wir unsere Einschätzungen rund um die Entwicklung der Hypothekenzinsen im 2. Halbjahr 2020.

Enorme Auswirkungen durch das Coronavirus

Besagte Auswirkungen auf die Märkte betreffen unterschiedlichste Bereiche, viele davon sind für Bauherren, Käufer und auch bestehende Darlehensnehmer (z.B. im Hinblick auf eine Anschlussfinanzierung) von Relevanz.

Da wäre zunächst die Nachfrage am Immobilienmarkt. Obwohl zahlreiche Menschen durch die Krise unmittelbar finanziell betroffen sind, z.B. in Form von Kurzarbeit, ist die Nachfrage am Markt kaum zurückgegangen. Es gibt nach wie vor unzählige Menschen, die sich auf der Suche nach einem Eigenheim befinden. Ein Nachgeben der Immobilienpreise – zumindest allgemein gesprochen – ist derzeit nicht erkennbar.

Am Zinsmarkt sind die Auswirkungen durch das Coronavirus viel offensichtlicher. Für die kommenden Monate rechnen Experten mit einer nie da gewesenen Vielzahl an Unternehmensinsolvenzen. In einigen europäischen Ländern ist die Situation noch dramatischer, wie z.B. in Italien. Zur Stützung der Märkte sind deshalb weiterhin niedrige (Leit-)Zinsen unabdingbar. Die Hoffnungen vieler Sparer auf steigende Zinsen, sind damit geplatzt.

Unsere Einschätzung der Zinsentwicklung

Aus Sicht angehender Eigenheimbesitzer ist die Entwicklung recht positiv zu beurteilen. Die Immobilienpreise werden zwar nicht fallen (dafür ist die Nachfrage weiterhin zu groß), jedoch dürfte der anhaltende Preisanstieg zumindest in den kommenden Monate gebremst sein.

Die Entwicklung der Zinsen ist derzeit schwer zu prognostizieren. Direkt im März kam es zu einem deutlichen Rückgang der Hypothekenzinsen. Allerdings sollte er nicht lange anhalten, bereits im April ging es wieder nach oben. Für dieses Auf und Ab sehen wir zwei Gründe verantwortlich. Einerseits muss die Europäische Zentralbank (EZB) als Brandlöscher agieren, was für niedrigere Zinsen spricht. Andererseits sehen sich viele Banken mit drohenden Kreditausfällen konfrontiert, was höhere Zinsen (vor allem bedingt durch Risikoaufschläge) im Neugeschäft bedeuten kann.

Empfehlung für angehende Darlehensnehmer

Angesichts der gegenwärtigen Umstände wäre es nicht überraschend, wenn die Zinssätze für Immobiliendarlehen in den nächsten Monaten stärker schwanken als sonst üblich. Angehende Darlehensnehmer sollten sich daher gut am Markt umsehen und Konditionen verschiedener Banken vergleichen.

Wer auf einen Zinsvergleich verzichtet, finanziert womöglich zu einem unnötig hohen Zinssatz. Wer hingegen Darlehensangebote auswertet, kann eine stattliche Ersparnis erzielen, die sich langfristig auf einen stattlichen Betrag summiert. Solch ein Vergleich ist schnell durchgeführt – unsere Finanzierungsspezialisten stehen Ihnen gerne zur Seite.

 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share