Über den Problemen der Banken- und Wirtschaftskrise ist der Auslöser des globalen Schocks für viele sicher in weite Ferne gerückt. Aber es gibt sie noch, die Krise der Immobilienmärkte. Oder sollte man besser sagen – es gibt sie wieder. Während Verbraucher an schlechte Nachrichten aus den USA, Spanien und Großbritannien mittlerweile gewöhnt sein dürften, muss man sich auf weitere Hiobsbotschaften einstellen – diesmal von unseren Nachbarn. Während in Deutschland die Entwicklung des Immobilienmarktes in den letzten Jahren und Monaten eher von einem Seitwärtstrend gekennzeichnet war, zeichnet sich in Frankreich ein ganz anderes Bild ab.

Hier rechnen viele Experten und Branchenkenner damit, dass sich erst 2009 als wirkliches Jahr der Krise entpuppen und voll auf den Immobilienmarkt durchschlagen wird. Aber bereits 2008 war rückblickend ein Jahr, welches französischen Maklern, Bauträgern und Immobilienbesitzern lange negativ in Erinnerung behalten wird. Wie stark der Abwärtstrend bei unseren europäischen Nachbarn jenseits des Rheins wirklich ist, lässt sich exemplarisch an der Zahl veräußerter Neubauten ablesen. Wurden 2007 noch mehr als 120.000 Immobilien an den Mann gebracht, lag die Zahl 2008 bei gerade mal 80.000 – ein Einbruch von mehr als 40%. Damit ist die Entwicklung fast mit der Situation in Spanien vergleichbar und zieht sich durch alle Regionen Frankreichs.

Und für 2009 kann noch keine Entwarnung gegeben werden, denn auch in diesem Jahr wird mit einem weiteren Rückgang bei den Verkaufszahlen gerechnet. Stellt sich natürlich die Frage, wann der Virus einer Immobilienkrise seinen Weg nach Deutschland findet? Aufgrund der Tatsache, dass sich hierzulande der Markt wesentlich solider verhalten hat, dürften Auswirkungen wie in Großbritannien, Spanien oder Frankreich ausbleiben.


 

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