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Die Einbindung von Fördermitteln in die Baufinanzierung ist stark verbreitet, insbesondere KfW-Darlehen kommen bei Bauherren und Käufern gut an. Doch irgendwann laufen die Förderdarlehen aus und häufig besteht noch eine Restschuld, die es erneut zu finanzieren gilt. Die einzelnen Möglichkeiten möchten wir heute vorstellen.

Sinn und Zweck der KfW-Darlehen

Doch zunächst ein paar Worte zur eigentlichen Integration von KfW-Darlehen in die Baufinanzierung. Die KfW Bank bietet verschiedene Förderdarlehen an, die wiederum als Anreiz dienen. Sie sollen je nach Darlehensprogramm z.B. zum Erwerb von Wohneigentum oder zum Bau besonders energetischer Eigenheime motivieren. Zu diesem Zweck profitieren Darlehensnehmer von geförderten Zinssätzen, die einen finanziellen Vorteil versprechen.

Die einzelnen KfW-Darlehen sind an Zinsbindungen gekoppelt. Dies bedeutet, dass der jeweilige Förderzins für einen bestimmten Zeitraum als fest vereinbart gilt. Am Ende der Zinsbindung läuft das Darlehen aus und meist bleibt ein Restschuldbetrag bestehen. Darlehensnehmer müssen dann entscheiden, wie es mit dieser finanziellen Verbindlichkeit weitergeht.

Variante 1: Ablösung mit Eigenmitteln

Die beste Lösung besteht darin, den Restschuldbetrag mit Eigenkapital abzulösen. Anders gesagt: Das Darlehen wird zurückgezahlt, sodass keine weitere Finanzierungskosten (z.B. durch Zinsen) entstehen. Doch nur die wenigsten Eigenheimbesitzer können in der Zwischenzeit solch hohe Ersparnisse bilden, machen eine Erbschaft oder gewinnen im Lotto. Somit kommt diese Variante nur selten infrage.

Variante 2: Verlängerung des Darlehens bei der KfW

Wer seine Finanzierung fortsetzen möchte, kann bei der KfW Bank bleiben. Für die meisten Förderdarlehen werden Anschlussfinanzierungen angeboten. Zinssatz und Zinsbindung werden neu vereinbart, anschließend geht es zu den neuen Konditionen weiter.

Diese Variante mag zunächst sehr vernünftig klingen. Allerdings gibt es einen Haken. Bei der Anschlussfinanzierung über die KfW Bank gelten nämlich keine Förderkonditionen mehr. Stattdessen werden marktübliche Konditionen festgesetzt, die im Regelfall über den Zinssätzen der günstigsten Banken liegen. Somit besteht die Gefahr, unnötig hohe Kosten zu erzeugen.

Variante 3: Anschlussfinanzierung bei anderer Bank

Nur in ganz seltenen Fällen wird das Eigenheim vollständig über KfW-Darlehen finanziert. Fast immer existiert noch ein weiteres Immobiliendarlehen, das von einer anderen Bank stammt. Im Regelfall ist es problemlos möglich, den Restschuldbetrag des KfW-Darlehens bei dieser Bank unterzubringen bzw. dort eine ergänzende Anschlussfinanzierung zu erhalten.

Im Idealfall laufen alle Darlehen zum selben Zeitpunkt aus. Dann wäre es sogar möglich, eine Umschuldung vorzunehmen und die Summe der einzelnen Restschuldbeträge in einem Darlehen zusammenzufassen und ggf. zu einer anderen Bank zu wechseln. Solch ein Schritt kann sinnvoll sein, wenn dort noch bessere Konditionen locken.

Ungünstige Zinsbindung gewählt? Hier unser Praxistipp!

Nicht immer sind alle Immobiliendarlehen mit derselben Zinsbindung versehen. Gerade bei den KfW-Darlehen sind kürzere Laufzeiten nicht ungewöhnlich. In solchen Fällen empfiehlt sich die zuvor genannte Lösung, d.h. der Restschuldbetrag wird bei der bestehenden Bank untergebracht. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Zinsbindungen kongruent sind, also miteinander übereinstimmen. Der Vorteil einer solchen Lösung besteht darin, später die gesamten Restschuldbeträge zusammenfassen und ggf. auch die Bank wechseln zu können.

Beispiel: Angenommen das Hauptdarlehen hat eine Zinsbindung von 15 Jahren, das KfW-Darlehen ist aber schon nach 10 Jahren ausgelaufen. Dann bietet es sich an, den Restschuldbetrag des KfW-Darlehens über 5 Jahre zu finanzieren.

Kein Grund zur Verunsicherung – wir beraten Sie umfassend!

Zugegeben, das gesamte Thema kann komplex und verwirrend erscheinen. Umso wichtiger ist es, sich von einem kompetenten Finanzierungsexperten beraten zu lassen. Unsere Spezialisten bieten eine unabhängige und somit neutrale Beratung. Ihr KfW-Darlehen läuft aus und Sie möchten mehr über Ihre konkreten Möglichkeiten erfahren? Wir beraten Sie gerne!

 

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