Für Bauherren und Modernisierer zählt die KfW Bank zu den wichtigsten Darlehensgebern. Die Förderbank des Bundes vergibt günstige Förderdarlehen und teilweise sogar direkte Zuschüsse. Weil die Zuschüsse üppig bemessen sein können und sich mithilfe der Förderdarlehen satte Zinseinsparungen erzielen lassen, ist die Nachfrage enorm groß.

Allerdings hat die Förderbank kurz vor Weihnachten angekündigt, ihre Förderaktivitäten im nächsten Jahr drosseln zu wollen. In diesem Jahr konnte die Bank mit einem Fördervolumen in Höhe von ca. 75 Mrd. Euro arbeiten. Wie die „Süddeutsche“ Zeitung schreibt, sind für das kommende Jahr Neuzusagen in Höhe von 66 Mrd. Euro geplant – die Mittel werden um mehr als zehn Prozent reduziert. Gleich mehrere Faktoren zeigen sich für diese Entwicklung verantwortlich. Da wäre zunächst einmal das Auslaufen des staatlichen Konjunkturförderpakets zu nennen. Aber auch die schwierige Situation an den Kapitalmärkten ist nicht außer Acht zu lassen.

Ob und wie sich die vorgesehene Verringerung des Fördervolumens auf den Bereich der Immobilienfinanzierung auswirken wird, bleibt abzuwarten. Details wurden bisher nicht veröffentlicht. Allerdings wurden schon Mitte dieses Jahres mehrere Stimmen laut, die vor Kürzungen bei den KfW Förderungen im Immobilienbereich warnten. Dementsprechend ist es gut denkbar, dass im nächsten Jahr deutlich weniger Fördermittel vergeben werden oder die eigentliche Förderung gekürzt wird, sodass sich der finanzielle Vorteil durch eine Förderung verringert.

Wer für das kommende Jahr eine Inanspruchnahme von KfW Fördermitteln eingeplant hat, sollte sich daher gut informieren und – sofern möglich – auch rasch handeln. Je früher im Jahr ein Förderantrag eingereicht wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine Förderzusage zu erhalten, da die Förderungen nach dem first come-first serve-Prinzip vergeben werden.


 

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