Mittlerweile ist so gut wie allen Bauherren und Immobilienkäufern bewusst, dass sich die Hypothekenzinsen auf einem absoluten Tiefstand befinden: Viel günstiger können die Zinsen gar nicht mehr werden. Dennoch ist die Bereitschaft, lange Zinsbindungen abzuschließen, nur bedingt vorhanden: Etliche Interessenten ziehen es wegen des niedrigeren Zinssatzes vor, eine kurze Zinsbindung zu wählen.

Tatsächlich haben kürzere Zinsbindungen einen besseren Zinssatz zu bieten: Wer eine Zinsbindung mit der Dauer von 5 oder 10 Jahren wählt, kann ein richtig günstiges Darlehen aufnehmen. Sollte eine Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren gewählt werden, so führt dies zu einem Zinsaufschlag, der je nach Zinsbindung und Bank bei etwas 0,2 bis 0,4 Prozent liegt. Dies führt auf den ersten Blick zu einer spürbaren Erhöhung des Zinssatzes, weshalb etliche Darlehensnehmer nicht daran interessiert sind, eine solche Finanzierungsvariante zu wählen.

Dennoch macht es Sinn, diesen Weg zu gehen. Denn selbst mit diesem Zinsaufschlag sind die Darlehenskonditionen immer noch erstklassig: Anfang des Jahrzehnts wären solche Zinssätze im Grunde undenkbar gewesen. Außerdem ist klar, dass die Zinsen nicht noch tiefer fallen können. Ganz im Gegenteil: Auf lange Sicht können die Hypothekenzinsen nur steigen. Dementsprechend ist es umso sinnvoller, lange Zinsbindungen zu empfehlen. Schließlich wäre es schade, wenn man bereits in 10 Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigt und die Zinsen dann bei 5 Prozent liegen – jeder Darlehensnehmer wäre froh, den alten Zinssatz (auch mit Zinsaufschlag) weiterhin beibehalten zu können. Deshalb sollten sich Darlehensnehmer nicht von der Gier packen lassen: Zinsbindungen von 15 oder gar 20 Jahren sind in den meisten Fällen die bessere Entscheidung.


 

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