Jeder Baufinanzierungskunde wünscht sich natürlich ein Darlehen, das auf der einen Seite günstig ist, andererseits aber keinerlei Einschränkungen mit sich bringt. Dass sich diese Wunschvorstellung nur sehr selten in die Tat umsetzen lässt, dürfte vielen Verbrauchern klar sein. Speziell Baudarlehen haben einen entscheidenden Nachteil, denn aufgrund der langen Laufzeiten steigen hier auch die Kosten für Kreditzinsen, was einen Baukredit am Ende immer weiter verteuert. Einige Hausbesitzer greifen deshalb an dieser Stelle zu einer ganz besonderen Strategie, mit der sich an der einen oder anderen Stelle immer wieder Zinsen sparen lassen. Sie nutzen einfach ein Laufzeitmix-Modell, in dessen Rahmen nicht nur ein Kredit aufgenommen wird, sondern mehrere Darlehen zusammengefasst werden können.

Ein einfaches Beispiel für dieses Laufzeitmix-Modell wäre etwa folgende Situation: Der Kreditnehmer nutzt für 2/3 des gesamten Finanzierungsbedarfs einen Baukredit, welcher sich über eine Laufzeit von 15 Jahren erstreckt und mit 5,75 % verzinst wird. Das verbleibende Drittel wird dagegen aus einem Darlehen mit nur 5 Jahren Laufzeit entnommen. Da hier die Zinsbindungsfrist wesentlich niedriger ausfällt, liegt der Zinssatz auch nur bei 5,25 %. Auf den ersten Blick wirkt dieses Modell zwar günstiger, offenbart allerdings Schwächen an einer anderen Stelle. Verfolgt man das Beispiel nämlich bis zum Ende der Laufzeit des ersten Darlehens weiter, so ergeben sich plötzlich Schwierigkeiten bei der Anschlussfinanzierung.

Da der Kredit über 15 Jahre in der Rangfolge vor dem kurzfristigen Darlehen steht, sind andere Kreditinstitute nicht bereit, die weitere Finanzierung zu übernehmen. Auf diese Art und Weise bindet man sich also unter Umständen auch langfristig mit der Anschlussfinanzierung an die Hausbank. Über diesen Zusammenhang sollte sich jeder Finanzierungskunde vor der Unterzeichnung des Vertrages Gedanken machen.

 

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