Dass der Klimaschutz zu den erklärten Zielen der Großen Koalition gehört, dürfte Hausbesitzern in den letzten Wochen nicht verborgen geblieben sein. Jetzt hat auch der Bundesrat dem 2. Teil des Klimaschutzpaketes zugestimmt und somit den Eigenheimbesitzern eine weitere Bürde aufgelegt, denn das zentrale Thema der Klimaschutzpolitik ist und bleibt die Senkung des CO2 – Ausstoßes, an dem bekanntlich auch Ein- oder Zweifamilienhäuser nicht ganz unschuldig sind. Was die Hausbesitzer in nächster Zeit erwartet, sind vorwiegend höhere Ausgaben. Neubauten werden als Erstes von den Änderungen betroffen sein, Bestandsimmobilien räumt die Politik dagegen noch eine gewisse Schonfrist ein, bevor auch hier die angestrebten Einsparungen erreicht werden müssen.

Von wichtigen Neuerungen ist zum Beispiel der Bereich des Solarstroms betroffen: Hier sollen die bisherigen Förderungen gekürzt werden, im Gegenzug steigen aber die Zuschüsse für Solarkollektoren. Ein weiterer wichtiger Einschnitt betrifft den Wärmeschutz, schließlich sollen schärfere Richtlinien den Verlust von Wärme minimieren. In diesem Bereich warten auf jeden Hausbesitzer Modernisierungsmaßnahmen, die durchaus den einen oder anderen Euro kosten werden. Wie zum Beispiel Geringverdiener diese Mittel aufbringen sollen, darüber scheint sich die Politik bisher nur am Rande Gedanken gemacht zu haben. Gleiches gilt für die erneuerbaren Energien, die so mancher Vertreter der Bundesregierung gern als Pflichtbaustein in Baurecht verankert sehen würde.

Die geplanten Einsparungen sollen aber letzten Endes nicht nur die Bilanzen der politischen Landschaft verschönern, sondern auch dem Verbraucher in Form niedriger Energiekosten wieder zufließen. Ob die deutschen Hausbesitzer aber wirklich dazu bereit sein werden, mehr als 300 Milliarden Euro für die Finanzierung der Umbaumaßnahmen aufzubringen, bleibt abzuwarten.


 

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