So gut wie alle PKV Anbieter haben mindestens einen Versicherungstarif im Programm, der an einen Selbstbehalt gekoppelt ist. Damit ist gemeint, dass der Versicherer nicht sämtliche Kosten übernimmt – ein Teil der Arzt- und Behandlungskosten muss vom Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden. Im Gegenzug profitiert der Versicherungsnehmer von einem niedrigeren Beitrag und kann somit Geld sparen.

Alles in allem ist der Selbstbehalt eine sehr gute Sache: Die meisten Versicherungsnehmer befinden sich durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts in der Lage, ihre Versicherungskosten zu senken. Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall ab, doch sofern man nicht fortlaufend einen Arzt aufsuchen bzw. sich behandeln lassen muss, bietet es sich an, eine solche Tarifoption zu wählen.

Allerdings gilt es gut aufzupassen, weil sich die Selbstbeteiligungen, die von den Versicherern geboten werden, zum Teil sehr deutlich voneinander unterscheiden können. Einige Tarife sollten besser nicht in Betracht gezogen werden, weil sie womöglich zu einer Kostenfalle werden können. Um auf der sicheren Seite zu sein, gilt es im Wesentlichen zwei Punkte zu berücksichtigen. Zunächst einmal sollte darauf geachtet werden, dass die Selbstbeteiligung nicht zu hoch bemessen ist. Ca. 10 Prozent Selbstbehalt auf die Arztkosten stellen einen guten Wert dar. Zugleich sollte eine Deckelung vorhanden sein: Wenn der Selbstbehalt in der Summe (auf das Kalenderjahr gesehen) eine bestimmte Grenze überschreitet, sollte Schluss sein und der Versicherer die weiteren Kosten vollständig übernehmen. Experten raten hier zu einer Obergrenze von ca. 400 Euro im Jahr.

Wer diese Punkte bei der Tarifwahl berücksichtigt, kann sich günstig versichern, ohne ein zusätzliches Risiko eingehen zu müssen.

 

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