Es war schon einmal leichter, von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung zu wechseln. Aufgrund der letzten Gesundheitsreform müssen Interessenten vergleichsweise hohe Anforderungen erfüllen, damit ein Wechsel überhaupt möglich ist. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn sie im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses beschäftigt sind. So gilt es beispielsweise eine Einkommensgrenze zu erfüllen – wird diese Grenze unterschritten, ist ein Wechsel nicht möglich. Ebenso ist es wichtig, dass ein entsprechend hohes Einkommen seit mindestens drei Jahren erzielt wird.

Insbesondere über die Beschäftigungsdauer von mindestens drei Jahren bzw. einer mindestens drei Jahre langen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung haben sich schon viele Leute geärgert. Obwohl ihr Einkommen ausreichend hoch bemessen ist, können sie nicht in die günstigere PKV wechseln, weil sie in der GKV noch nicht lange genug als freiwillig versichert geführt werden.

Allerdings könnte sich dies in Zukunft ändern. Grund sind die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl: Aller Voraussicht nach wird es zu einer Schwarz-Gelben Koalition kommen. Beide Parteien sind dafür bekannt, dass sie zur privaten Krankenversicherung stehen, insbesondere die FDP. Dementsprechend wäre es denkbar, dass die Regierung im Lauf der Legislaturperiode entsprechende Gesetzesänderungen vornimmt und den Zugang zur privaten Krankenversicherung wieder vereinfacht. Natürlich ist dies noch lange nicht beschlossen, jedoch können sich einige Versicherungs- und Politikexperten gut vorstellen, dass entsprechende Gesetzesänderungen vorgenommen werden und sich somit wieder mehr Bürgern die Möglichkeit bietet, von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln.


 

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